EZB: Strukturelle Finanzindikatoren in der EU für 2014 / Anteil der fünf größten Institute am Vermögen der Banken eines Landes reichte von 32 % bis 94 %
Frankfurt/Main (1.7.15) – Die Europäische Zentralbank (EZB) hat einen umfassenden Datensatz struktureller Finanzindikatoren für den Bankensektor in der Europäischen Union (EU) veröffentlicht. Er umfasst Angaben zur Anzahl der Zweigstellen und Beschäftigten von Kreditinstituten in der EU sowie Daten zum Konzentrationsgrad des Bankensektors in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten und zum Anteil ausländischer Institute an den nationalen Bankenmärkten der EU.
Die strukturellen Finanzindikatoren zeigen beispielsweise, dass sich die Anzahl der Zweigstellen inländischer Kreditinstitute in den meisten EU-Mitgliedstaaten weiter verringert hat, und zwar von rund 211 000 am Jahresende 2013 auf etwa 204 000 Ende 2014. Die Zahl der Beschäftigten von Kreditinstituten in der EU ging ebenfalls zurück und belief sich im Berichtsjahr auf rund 2,8 Millionen – etwa 74 000 weniger als 2013.
Zudem deuten die Daten darauf hin, dass sich der Konzentrationsgrad im Bankensektor (gemessen an dem von den fünf größten Banken eines Landes gehaltenen Anteil an den gesamten Aktiva des Sektors) und der Anteil der ausländischen Institute am jeweiligen Bankenmarkt von Land zu Land weiterhin erheblich unterscheiden. Der Anteil der fünf größten Kreditinstitute am Gesamtvermögen der Banken eines Landes reichte am Jahresende 2014 von 32 % bis 94 %. – Die strukturellen Finanzindikatoren werden einmal im Jahr von der EZB herausgegeben.

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