Frankfurt/Main (16.7.15) – Von Anfang an war der Wurm drin. Um das zu verstehen, ist der Blick auf den Beginn der Finanzkrise nötig. Damals rettete der Bund die gestrauchelte Hypo Real Estate (HRE) mit Millliardenhilfen. Die Zustimmung zur Rettung erfolgte aus Brüssel freilich nur unter der Bedingung, dass der Bund sich beizeiten wieder trennen muss. Genau dies ist jetzt – zum Großteil – geschehen. Dabei hat sich der Bund freilich sehr bescheiden müssen. Denn für die 80 Prozent des HRE-Ablegers Deutsche Pfandbriefbank (PBB) kassiert der Fiskus nur knapp 1,2 Milliarden Euro. Denn die Aktien der  Deutschen Pfandbriefbank konnten nur zum Diskontpreis von 10,75 Euro an den Käufer gebracht werden.  Ursprünglich hatte die Preisspanne für die seit heute im Prime Standard der Frankfurter Börse  gelisteten PBB-Papiere zwischen 10,75 und 12,75 Euro gelegen. Im Börsensaal werteten Beobachter es immerhin positiv, dass die PBB – im Gegensatz zu etlichen anderen Börsenkandidaten – keinen Rückzieher gemacht hatte.

Ist der Emissionspreis niedrig, fällt es natürlich leicht, ihn zur Börsenpremiere zu übertreffen. Genauso ist es heute geschehen. Mit 11,45 Euro ging die PBB-Aktie um kurz vor halb zehn im Frankfurter Börsensaal an den Start. Champagnerlaune kam nicht auf. Wie sich der PBB inzwischen entwickelt hat, finden Sie auf der web-site der Deutschen Börse AG, und zwar hier.