CFS-Index: Umsatz- und Ertragszuwächse in der Finanzbranche schwächer als im Vorquartal – Finanzinstitute bauen Stellen ab

Frankfurt/Main (20.7.15) –  Der CFS-Index, der vierteljährlich die Verfassung der deutschen Finanzbranche abbildet, geht im zweiten Quartal 2015 deutlich zurück. Nach einem Anstieg in den beiden Vorquartalen sinkt der CFS-Index von 115,5 Punkten auf 112,1 Punkte. Der Rückgang um 3,4 Punkte ist vor allem auf ein schwächeres Wachstum der Umsätze und Erträge in der Finanzindustrie sowie einen verminderten Anstieg der Investitionen in Produkt- und Prozessinnovationen zurückzuführen. Zudem haben die Finanzinstitute im zweiten Quartal Stellen abgebaut und rechnen für das laufende Quartal mit weiteren Einschnitten bei den Belegschaften.

Die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland entwickelte sich nach Einschätzung der Umfrageteilnehmer auch im zweiten Quartal 2015 positiv. Der entsprechende Index-Wert erreicht mit 125,8 Punkten den zweithöchsten Stand seit Beginn der Umfrage im Jahr 2007.

„Die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland wird von den Umfrageteilnehmern weiterhin zunehmend positiv eingeschätzt; dies ist nicht nur der zunehmenden Bedeutung Frankfurts als Regulierungszentrum der Finanzindustrie geschuldet, sondern auch der Konzentration von Finanzmarktaktivitäten auf immer weniger Finanzplätze in Europa“, interpretiert Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies und wissenschaftlicher Leiter der Umfrage, den Anstieg.