UBM Developement AG: Gute Entwicklung im 1. Halbjahr

 

Wien (28.8.15) – SRC Research, der bankenunabhängige Analyse-Spezialist für Finanzwerte und Immobilienaktien, veröffentlicht heute ein Research Update zum österreichischen Immobilienkonzern UBM Development AG. Das Unternehmen entstand aus der Verschmelzung der österreichischen Gesellschaften UBM Realitätenentwicklung AG und der PIAG Immobilien AG, die im Februar abgeschlossen wurde. Das Unternehmen ist Entwickler und Bestandshalter von hochwertigen Immobilien (Residential, Office, Hotels etc.) und ist derzeit zu rund 90% in den drei europäischen Kernmärkten Deutschland, Österreich und Polen aktiv.

Gestern, am 27. August, veröffentlichte UBM seinen Halbjahresbericht 2015 und gab im Rahmen eines Confernece Calls weitere Einblicke in Zahlen und Unternehmensstrategie. In der Berichtsperiode erzielte das Unternehmen ein solides Top Line Wachstum und erreichte auf operativer Ebene sogar noch einen stärkeren Anstieg. Während die Produktionsleistung um 12% auf 206 Mio. Euro anstieg, erhöhten sich die Umsatzerlöse um 26% auf 110 Mio. Euro. Die Firma profitierte von dem Zusammenschluss mit PIAG im Februar 2015 und erzielte durch die Kapitalerhöhung einen Bruttoemissionserlös von rund 59 Mio. Euro, der für den Erwerb weiterer Projekte verwendet wird. Darüber hinaus konnte das Unternehmen einige attraktive Projekte akquirieren und sicherte sich interessante Grundstücke in den Kernmärkten Deutschland, Österreich und Polen und besitzt damit eine gut gefüllte Pipeline im Wert von ca. 1,5 Mrd. Euro. Darüber hinaus konnte das Bestandsportfolio weiter reduziert werden. Ferner unterzeichnete die Gesellschaft im Juni 2015 einen Vertrag über den Verkauf des andel’s Hotel in Berlin sowie des Radisson Blu Hotel in Warschau. Als Ergebnis des soliden Umsatzwachstums erhöhte sich das operative Ergebnis (EBIT) um ca. 55%  auf 23 Mio. Euro und das Vorsteuerergebnis verdoppelte sogar fast von etwas über 8 Mio. Euro auf ca. 15 Mio. Euro. Die Vorsteuermarge stieg von knapp 10% auf knapp 14%. In Folge des hohen Anteils von Verkäufen deutscher Liegenschaften stieg die Steuerquote deutlich von 19% (1H 2014) auf nunmehr etwas über 45%, was zu einem deutlich niedrigeren Wachstum beim Nettoergebnis von nur 17% auf 7,6 Mio. Euro führte.

Der CEO Karl Bier vertrat in der Telefonkonferenz die Auffassung, dass auch ein Komplettverkauf des Portfolios Sinn machen würde und fügte hinzu, das sich derzeit zwei institutionelle Investoren mit der eingehenden Prüfung dieses Portfolios beschäftigen, was aus ca. 18 Objekten in vier europäischen Märkten besteht.

Der Halbjahresbericht 2015 war der erste konsolidierte Bericht der Unternehmung nach dem Zusammenschluss mit PIAG. Aufgrund der Informationen aus diesem Bericht und den zusätzlichen Erklärungen in der Telefonkonferenz passten wir unsere etwas zu optimistische Schätzung für 2015 nach unten an. Da wir nach wie vor überzeugt sind, das UBM den Großteil des zum Verkauf stehenden Portfolios bis Jahresende 2016 veräußern kann, halten wir an unserer Prognose des operativen Ergebnisses (EBIT) für 2016 und darüber hinaus weiter fest.

Wir reduzieren unsere EBIT-Prognose für 2015 von rund 81 Mio. Euro auf nunmehr 58 Mio. Euro, was zu einer Reduktion unseres Kursziels von 63,00 Euro auf 58,00 Euro führt. Unsere Kaufempfehlung für das Unternehmen mit dem rating Buy halten wir auf dem derzeitigen Kursniveau aber weiterhin aufrecht. Für Ihre Fragen zu diesem UBM Update stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.