Bundesbank baut neue Filiale in Dortmund

 

Frankfurt/Main (3.9.15) – Die Deutsche Bundesbank hat mit dem Bau einer neuen Filiale im Großraum Rhein-Ruhr begonnen. Nach der Baugenehmigung der Stadt Dortmund im Juli 2015 fand heute der erste Spatenstich im Gewerbegebiet Marsbruchstraße/Bundesbank in Dortmund statt. Bis Ende 2018 wird auf dem etwa 80.000 m² großen Gelände mit einem Investitionsvolumen von über 300 Millionen Euro die bundesweit größte und modernste Bundesbank-Filiale entstehen. Die Inbetriebnahme ist für das zweite Quartal 2019 geplant.

„Mit dem Bau der neuen Filiale setzt die Bundesbank ein Zeichen, dass Bargeld weiterhin unverzichtbar ist. Wir lehnen alle Bestrebungen ab, die Verwendung des Bargelds einzuschränken oder es gänzlich abzuschaffen“, sagte Carl-Ludwig Thiele, der im Vorstand der Bundesbank für das Kerngeschäftsfeld Bargeld zuständig ist. In jüngster Zeit gab es vor allem von wissenschaftlicher Seite entsprechende Forderungen.

In der neuen Filiale werden rund 200 Beschäftigte einen zukunftssicheren Arbeitsplatz vorfinden. „Wir legen großen Wert darauf, dass das Arbeitsumfeld für die Beschäftigten nach modernen ergonomischen Erkenntnissen ausgestaltet ist. Zudem setzen wir auf ökologische Nachhaltigkeit, etwa mit Photovoltaikflächen und einer Geothermie-Anlage zur Wärme- und Kälteversorgung“, sagte Dr. Johannes Beermann, der im Vorstand der Bundesbank für die Bereiche Personal, Verwaltung und Bau zuständig ist.

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau nannte den Bau der neuen Filiale ein herausragendes Signal für die Stadt. „Die Standortentscheidung der Bundesbank zeigt, dass Dortmund auf der Landkarte großer Investoren eine bedeutende Rolle spielt und Lösungen anbieten kann“, so Sierau.

Nach der Eröffnung der neuen Filiale werden die bisherigen Filialen Bochum, Düsseldorf, Essen, Hagen und die heutige Dortmunder Filiale am Hiltropwall schrittweise in der neuen Filiale zusammengeführt. Insgesamt wird die Bundesbank bundesweit dann noch 31 Filialen betreiben, die die Bargeldver- und -entsorgung der Wirtschaft gewährleisten. Zu den Kunden gehören neben Kreditinstituten und Wertdienstleistern auch Bürgerinnen und Bürger, die dort beispielsweise alte D-Mark-Bestände in Euro umtauschen können.