KfW: Sonderförderung Flüchtlingsunterkünfte für Kommunen auf 500 Mio. EUR aufgestockt – Schaffung von bis zu 50.000 Unterkunftsplätzen

 

Frankfurt/Main (24.9.15) – Die am 06. September 2015 mit einem Volumen von 300 Mio. EUR gestartete Sonderförderung „Flüchtlingsunterkünfte“ auf der Basis des Programms Investitionskredit Kommunen (IKK) findet eine große Nachfrage bei den Kommunen in Deutschland. Dabei unterstützt die KfW Städte und Gemeinden in Deutschland mit zinslosen Darlehen bei Investitionen in den Neu- und Umbau, die Modernisierung sowie den Erwerb von Flüchtlingsunterkünften.

Aufgrund der starken Nachfrage war die bis dato verfügbare Sonderförderung bereits nach einigen Tagen ausgeschöpft. Vor diesem Hintergrund hat die KfW das verfügbare Gesamtvolumen jetzt auf 500 Mio. EUR aufgestockt. Damit können, je nach Art der Unterkünfte, bis zu 50.000 Plätze geschaffen werden. Die Kommunen können zwischen Laufzeiten von 10, 20 oder 30 Jahren wählen. Der Zinssatz beträgt einheitlich 0,0 % und wird bei Auszahlung der Kredite  für 10 Jahre festgeschrieben. Wie bisher werden bis zur Ausschöpfung der Sonderförderung die Anträge in der Reihenfolge ihres Eingangs zugesagt. Aktuell ist die Nachfrage ungebrochen hoch.

Der Vorstandsvorsitzende der KfW, Dr. Ulrich Schröder sagte: „Mit der Bereitstellung und Aufstockung der Sonderförderung zur Schaffung von Flüchtlingsunterkünften nimmt die KfW Verantwortung in einer außergewöhnlichen Situation wahr. Unser Ziel ist es, den Kommunen schnell und flexibel bei der Bewältigung einer der größten Herausforderungen der vergangenen Jahre zu helfen.“

Auch nach Ausschöpfung der Sonderfazilität wird die KfW weiterhin im Rahmen des Investitionskredit Kommunen (Programm 208) attraktive Finanzierungsangebote für kommunalen Investitionen im Zusammenhang mit der Unterbringung von Flüchtlingen bereitstellen.

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KfW: Wasser für Jordanien und syrische Flüchtlinge / 30 Mio. EUR für die bessere Wasserversorgung und Abwasserentsorgung

 

Frankfurt/Main (24.9.15) – Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank hat im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen Kreditvertrag in Höhe von 30 Mio. EUR für die dritte Phase des Wasserressourcen Managementprogramms unterzeichnet. Mit den Mitteln dieser Programme werden die jordanische Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung und das Wassertransportsystem verbessert. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Wasserwiederverwendung in der Bewässerungslandwirtschaft finanziert.

Im wasserarmen Jordanien leben seit fast vier Jahren syrische Flüchtlinge. Derzeit wird ihre Anzahl auf bis zu anderthalb Millionen geschätzt – bei etwa 6,5 Millionen Einwohnern. Ein Fünftel der Flüchtlinge wohnt in Lagern, die meisten aber sind in Städten und Dörfern untergekommen. Der Wasserverbrauch ist in Jordanien deshalb insgesamt stark angestiegen.

„Die Unterstützung der KfW ist ein maßgeblicher Beitrag zur Verringerung der sich zunehmend verschärfenden Wasserprobleme in Jordanien. Unter anderem profitieren insbesondere auch syrische Flüchtlinge und die aufnehmenden Gemeinden von dem verbesserten Zugang zu Wasser“, sagte Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Der „Wasserstress“ für die syrischen Flüchtlinge und die jordanische Bevölkerung hat sich erheblich erhöht, da die Wasserversorgung durch die öffentlichen Wasserversorgungsunternehmen vielerorts nicht mehr wöchentlich, sondern nur noch alle zwei Wochen erfolgt. Hinzu kommt die unzureichende Abwasserentsorgung.

Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank führt im Auftrag der Bundesregierung die Finanzielle Zusammenarbeit (FZ) mit Entwicklungsländern durch. Derzeit werden in Jordanien Vorhaben mit einem Gesamtvolumen über 660 Mio. EUR umgesetzt (davon 365 Mio. EUR zinssubventionierte KfW-Mittel) zur Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung, Steigerung der Energieeffizienz, Verbesserung des Zugangs zu Grundbildung und Versorgung syrischer Flüchtlinge.