Frankfurt/Main (28.10.15) – Das ist typisch Deutsche Bank. Kurz nach der „Tagesschau“ aber noch vor dem Zubettgehen tischt die Deutsche Bank Hiobsbotschaften auf. Zu einer Zeit, zu der man an nichts Böses denkt. Dabei hätte sich der neue starke Mann an der Deutschen-Bank-Spitze, hätte sich John Cryan doch Zeit lassen können. Für morgen Früh um 9 Uhr hat die Deutsche Bank, eher widerwillig, zu einer Pressekonferenz eingeladen, auf der John Cryan, sein Co-Vorstandschef Jürgen Fitschen und CFO Marcus Schenck Rede und Antwort stehen werden. Doch die Sache mit dem Dividendenausfall mußte offenbar noch heute raus.  Und so steht in der am Abend verbreiteten Pressemitteilung der Deutschen Bank irgendwo am Ende, dass die Dividende für dieses und nächstes Jahr ausfallen werde. Und ansonsten noch etwas zur Strategie 2020, über die die Deutsche-Bank-Vorstände morgen sprechen werden. Wir dokumentieren hier die Deutsche-Bank-Pressemitteilung, die uns um 20 Uhr 25 erreicht hat.

Etwas für Architekturästheten: die Konzernzentrale der Deutschen Bank in Frankfurt - Foto: Deutsche Bank

Etwas für Architekturästheten: die Konzernzentrale der Deutschen Bank in Frankfurt – Foto: Deutsche Bank

 

Deutsche Bank nennt Finanzziele der Strategie 2020

Frankfurt am Main, 28. Oktober 2015

Der Vorstand der Deutschen Bank (XETRA: DBKGn.DE/NYSE: DB) hat heute die Umsetzung des strategischen Plans der Bank, bekannt als „Strategie 2020“, beschlossen. Der Plan enthält die folgenden Finanzziele:

– Harte Kernkapitalquote (CET 1): mindestens 12,5% ab Ende 2018
– Verschuldungsquote: mindestens 4,5% Ende 2018 und mindestens 5,0% Ende 2020
– Eigenkapitalrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital: höher als 10% ab dem Jahr 2018
– Bereinigte Kosten (Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt ohne Aufwand für Restrukturierung und Abfindungen, Rechtsstreitigkeiten, Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte und ohne Aufwendungen im Versicherungsgeschäft): weniger als 22 Mrd. Euro ab dem Jahr 2018
– Aufwand-Ertrag-Relation: rund 70% im Jahr 2018 und rund 65% im Jahr 2020
– Risikogewichtete Aktiva (RWA) (vor regulatorischer Inflation aufgrund zu erwartender regulatorischer Veränderungen von mindestens 100 Mrd Euro bis 2019/2020): rund 320 Mrd Euro Ende 2018 und rund 310 Mrd Euro Ende 2020

Weiterhin plant der Vorstand mit einem Ausfall der Dividende auf Aktien der Deutschen Bank für die Jahre 2015 und 2016. Der Vorstand erwartet, ab dem Geschäftsjahr 2017 eine Dividende in Höhe einer wettbewerbsfähigen Ausschüttungsquote vorzuschlagen. Der Aufsichtsrat hat die Pläne des Vorstands in seiner heutigen Sitzung zur Kenntnis genommen.

Einzelheiten, wie die Deutsche Bank beabsichtigt, diese Ziele zu erreichen, werden am Donnerstag, den 29. Oktober 2015 im Rahmen einer Pressekonferenz in Frankfurt um 9.00 Uhr und im Rahmen einer Veranstaltung für Investoren in London um 17.00 Uhr vorgestellt.