Deutsche Mittelständler müssen keine Angst vor globaler Wachstumsdelle haben
Frankfurt/Main (29.10.15)– „Die ganze Börsenwelt blickt voller Sorge auf die Wachstumsdellen in China und weiteren Schwellenländern. Dabei vergessen viele: Nicht alle Unternehmen sind in gleichem Maße von dem schwächeren Wirtschaftswachstum betroffen“, sagt Olgerd Eichler, Manager des MainFirst Germany Fund. „Bei deutlichen Wachstumsunterschieden zwischen verschiedenen Weltregionen sind große Firmen oft schwerfälliger in der Anpassung.“ Aber auch unter den Mittelständlern sieht der Experte Unterschiede: „Aus meiner Erfahrung haben inhabergeführte Unternehmen die besten Voraussetzungen, um sich ergebende Chancen zu nutzen, Herausforderungen zu meistern und schwächere Konjunkturphasen zu überstehen.“
Generell seien viele Mittelständler auch unabhängiger von Kapitalmarktfinanzierungen, weil sie solide und langfristig finanziert seien und viel Eigenkapital besäßen. „Viele haben sehr gute Bilanzen und halten Netto-Kassebestände“, erklärt Eichler. Aufgrund der kleineren Größe und der Führungsstruktur seien sie zudem flexibler. „Kosteneinsparungen lassen sich leichter umsetzen“, so der Fondsmanager. In großen, managergeführten Unternehmen würden oftmals starre Strukturen und Entscheidungshierarchien sowie Mitspracherechte von Gremien Änderungsprozesse verlangsamen. „Unternehmen hingegen, die im Familienbesitz oder in der Hand der Gründer sind, sind schneller handlungsfähig. Zudem sind sie langfristiger ausgerichtet, weil sie aus der persönlichen Verantwortung heraus auf Zukunftsfähigkeit und das Fortbestehen des Unternehmens mehr Wert legen als auf kurzfristige persönliche Profite. In der Folge gehen sie weniger Risiken ein und denken voraus“, erklärt Eichler.
In der Vergangenheit hätten kleine und mittlere Firmen dies mehrfach bewiesen und sich in Krisen gut geschlagen. „Beispielsweise im Jahr 2009: Die damalige Krise hat den deutschen Unternehmen zugesetzt. In der Folge haben viele Mittelständler ihre Kosten flexibilisiert, indem sie ganze Teilbereiche ausgelagert haben“, so Eichler. „Dieser Trend zum Outsourcing hält bis heute an und trägt entscheidend zum Reaktionspotenzial bei.“ Auch für die Zukunft sieht somit das Portfoliomanagement-Team von Olgerd Eichler inhabergeführte Unternehmen weit vorn: „Viele Marktteilnehmer sorgen sich aktuell um das globale Wachstum und blicken auf schwächere Märkte wie China, Brasilien oder Russland. Wir glauben zwar nicht an einen starken Wachstumseinbruch, denken aber, dass global agierende deutsche Mittelständler selbst für solche Herausforderungen gerüstet wären.“ Im MainFirst Germany Fund setzt Eichler bevorzugt auf kleine und mittlere Unternehmen mit spezialisierten Geschäftsmodellen, die inhabergeführt sind. Darunter sind derzeit unter anderem Firmen aus dem Maschinenbau sowie Automobilzulieferer.

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