BVR: Inflation zieht an – Keine weitere geldpolitische Lockerung notwendig

 

Berlin (25.11.15) – Nach Einsch tzung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) wird der allgemeine Preisauftrieb in naher Zukunft etwas an Fahrt aufnehmen. In seinem heute ver ffentlichten Konjunkturbericht prognostiziert der BVR, dass die deutsche Inflationsrate von etwa 0,2 Prozent im Jahresdurchschnitt 2015 auf rund 1 Prozent in 2016 steigen wird.

 

„Treibender Faktor f r den sich abzeichnenden Anstieg der Inflationsrate sind die Energiepreise, deren entlastende Wirkung allm hlich zu Ende geht“, so BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin. In seiner Prognose geht der BVR davon aus, dass sich der  lpreis der Nordseesorte Brent von rund 50 US-Dollar je Barrel im dritten Quartal 2015 auf etwa 60 US-Dollar im Jahresendquartal 2016 erh hen wird. Die Wahrscheinlichkeit des Abgleitens in eine Deflation ist demnach gering. Auch im Euroraum als Ganzes sei im Zuge der Stabilisierung der Energiepreise mit einer h heren Inflationsrate zu rechnen.

 

Vor dem Hintergrund der aufw rtsgerichteten Inflationsaussichten sei die Europ ische Zentralbank (EZB) gefordert, ihren geldpolitischen Kurs zu  berpr fen. „Eine weitere Lockerung der Geldpolitik, wie sie von mehreren Mitgliedern des EZB-Rats f r die n chste Sitzung am 3. Dezember in Aussicht gestellt wurde, passt nicht zur sich bessernden Wirtschaftslage im Euroraum. Stattdessen sollte sich die EZB nach dem Auslaufen des Anleihekaufprogramms im September 2016 auf einen schrittweisen Ausstieg aus der sehr lockeren Geldpolitik vorbereiten“, so Martin weiter.

 

Aktueller BVR-Konjunkturbericht 13/2015: Phase niedriger Inflationsraten l uft aus, keine weitere geldpolitische Lockerung notwendig http://www.bvr.de/Publikationen/Konjunkturberichte