EZB und die People’s Bank of China testen erfolgreich bilaterale Währungsswap-Vereinbarung
Frankfurt/Main (26.11.15) – Die EZB und die PBoC haben ihre Tests zur bestehenden bilateralen Währungsswap-Vereinbarung erfolgreich abgeschlossen. Dem Eurosystem dient die Vereinbarung als vorsorgliche Kreditlinie zur Bekämpfung plötzlicher und vorübergehender Störungen am Renminbi-Markt, die auf Liquiditätsengpässe bei den Banken im Euroraum zurückzuführen sind. Liquiditätszuführende Vereinbarungen tragen zur globalen Finanzstabilität bei; durch die Vereinbarung mit der PBoC wird den rasch wachsenden bilateralen Handels- und Investitionsbeziehungen zwischen dem Euro-Währungsgebiet und China Rechnung getragen.
Im Oktober 2013 trafen die EZB und die PBoC eine bilaterale Währungsswap-Vereinbarung im Umfang von maximal 350 Mrd CNY bzw. 45 Mrd €. Im Rahmen der von der EZB vorgesehenen regelmäßigen Tests ihrer operativen Instrumente führten die EZB und die PBoC im April 2015 und November 2015 zwei Tests durch, in denen symbolische, auf Euro bzw. Renminbi lautende Beträge bereitgestellt wurden. An den Tests waren auch eine begrenzte Anzahl von Geschäftspartnern aus China und dem Eurosystem beteiligt. Die Tests waren erfolgreich, wodurch die operative Bereitschaft der EZB und der PBoC zum Ausdruck kommt, die Swap-Linie im Bedarfsfall auf Grundlage bilateral vereinbarter operativer Verfahren zu aktivieren.
Die EZB führt regelmäßig Tests ihrer Instrumente und Operationen durch, um ihre Betriebsbereitschaft zu gewährleisten. Die zeitliche Planung dieser Tests ist nicht an Marktbedingungen gebunden und sollte nicht als ein Signal dafür erachtet werden, dass seitens der Zentralbanken die Absicht besteht, voneinander Mittel anzufordern, um die Geschäftspartner mit Liquidität in der jeweiligen Währung zu versorgen.

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