„Digital Valley“ Paris-Berlin: French-German EUnicorns Day von
Roland Berger und der Französischen Botschaft
Berlin (11.5.16) – Mit dem ersten Französisch-deutschen EUnicorns Day haben Roland Berger und die Französische Botschaft am 9. Mai 2016 in Berlin den Anstoß für eine engere Zusammenarbeit von Startups aus den beiden Ländern gegeben. Die Veranstaltung mit rund 250 Teilnehmern fand im Digital Hub „Spielfeld“ von Roland Berger und in der französischen Botschaft statt. Der EUnicorns Day brachte Vertreter von schnellwachsenden französischen Startups und Unicorns (Jungunternehmen mit einem Wert von über einer Milliarde Dollar) mit Großunternehmen und Investoren aus Deutschland und Frankreich zusammen.
Der EUnicorns Day in Berlin ist der zweite Teil einer Initiative, die
ihren Auftakt Anfang April in Paris hatte. Dabei war auch die Politik
beider Länder hochkarätig vertreten: Matthias Machnig, Staatsekretär
im deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hielt eine
Abschlussrede über die die Digitalagenda der Bundesregierung. Der
französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron plädierte in seiner
Videobotschaft für mehr Engagement beider Länder, um die
Digitalisierung Europas schneller voranzutreiben, und für eine
stärkere Experimentierfreude in den Unternehmen.
„Europäische Metropolen wie Paris oder Berlin etablieren sich
zunehmend als zentraler Teil der globalen Startup-Kultur“, sagt
Charles-Edouard Bouée, CEO von Roland Berger. „Gegenüber den gehypten
amerikanischen Innovationszentren wie dem Silicon Valley haben sie
den Vorteil, dass sie von Europas typischer Vielfalt der Ideen,
Qualifikationen und Kreativität sowie von seiner längeren Geschichte
und Tradition profitieren. Um weitere innovative Geschäftsmodelle zu
finden und die entsprechenden Erfahrungen und Kompetenzen zu
gewinnen, müssen wir aber die Kooperation zwischen unseren vielen
verschiedenen digitalen Startup-Zentren verstärken.“
„Mit unserer Veranstaltung wollen wir beide Länder im Namen der
Digitalisierung mobilisieren“, erklärt der französische Botschafter
in Deutschland Philippe Etienne: „In Berlin wollen wir den Blick
deutscher Investoren und Unternehmen auf die französische
-Startup-Szene und das Thema French Tech lenken, um eine engere
Zusammenarbeit anzustoßen. Wir möchten unseren Startups einen
europäischen Weg an die Weltmarktspitze ermöglichen“
Zweiteilige Veranstaltung mit Workshops und Podiumsdiskussionen
Zunächst präsentierten sich im Digital Hub „Spielfeld“ von Roland
Berger französische Startups aus unterschiedlichen Branchen. In
Workshops zu den Themen Cyber Security, Mobility und Industry 4.0
diskutierten Startups, Unternehmensvertreter und Investoren über die
Geschäftsmodelle der Zukunft und die Visionen innovativer junger
Firmen.
Am Nachmittag ging es in der französischen Botschaft mit hochkarätig
besetzten Podiumsdiskussionen weiter: Experten aus Industrie,
Beratung und Politik diskutierten über die drei Workshop-Themen Cyber
Security, Mobility und Industry 4.0, über Synergien, die sich aus der
Zusammenarbeit von Großunternehmen mit Startups ergeben können, und
über den Status der Digitalisierung der französischen und deutschen
Wirtschaft.
Auf dem Podium zum Thema Industrie 4.0 saßen unter anderem auch die
beiden Co-Sponsoren der Veranstaltung: Philippe Forestier, Executive
Vice President Global Affairs & Communities von Dassault Systèmes und
Eric Guyot, CEO Germany von Sopra Banking Software. Forestier umriss
die zentrale Aufgabe so: „Die Herausforderung liegt darin, die
digitale Transformation in der mittelständischen Wirtschaft
voranzubringen, denn diese hat zentrale Bedeutung für die globale
Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Industrie. Wichtige Themen sind
hierbei unter anderem Regulierung, Normierung und IP-Schutz. Die
Ankündigung einer Französisch-Deutschen-Standardisierungsplattform
auf der Hannover Messe im April 2016 zeigt die enge Zusammenarbeit
der europäischen Initiativen ‚Industrie du Futur‘ und ‚Industrie
4.0‘. Ich bin mir daher sicher, dass wir in Europa die richtigen
Zeichen setzen und die nötige Basis schaffen, damit auch kleine und
mittelständische Firmen erfolgreich den Schritt in das Zeitalter der
Digitalisierung gehen können.“
Dass dieser Schritt nicht nur alternativlos ist, sondern sich lohnen
wird, betonte Eric Guyot: „Intelligente mitdenkende Systeme haben ein
neues Maß an Reife erreicht und können lernen, verstehen und
interagieren ähnlich wie es Menschen tun. Für uns bei Sopra Banking
Software bedeutet das, dass der Traum von künstlicher Intelligenz in
Erfüllung geht und nicht länger ignoriert werden kann.“
Studie zu französischer Startup-Szene
Im Vorfeld der Veranstaltung hatten Experten von Roland Berger und
des französischen Accelerators NUMA die französische
Jungunternehmer-Szene analysiert. Ihre Motivation, Ziele, aber auch
Hürden und Schwierigkeiten auf dem umkämpften Mark wurden in der
Studie „375 Startupers – Profiles, trends and startupers in their own
words“ vorgestellt. Das Bild des klassischen französischen
Firmengründer: Er ist jung, männlich, hat eine Elite-Schule
absolviert und sucht als Unternehmer die besondere Herausforderung.
„Die besondere Herausforderung kann unter anderem darin bestehen, die
richtigen Investoren für das eigene Geschäftsmodell zu finden, um
weiter expandieren zu können“, sagt Roland Berger-CEO Charles-Edouard
Bouée. „Das ist einer der Gründe, weshalb wir den French-German
EUnicorns Day ins Leben gerufen haben: um der Digitalwirtschaft in
Europa eine stärkere und breitere Unterstützung durch Investoren und
Unternehmen aus verschiedenen Ländern zu verschaffen.“

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