Hessisches Wirtschaftsministerium:
Prüfung der geplanten börsenfusion läuft
Wiesbaden (2.6.16) – Die Deutsche Börse AG hat gestern Angebotsunterlagen für ihre Aktionäre zur geplanten Fusion mit der Londoner Börse (LSE Gruppe) veröffentlicht. „Mit den Unterlagen sind nun weitere Umrisse der geplanten Transaktion öffentlich geworden. Zusätzlich zu der beabsichtigten Ansiedlung der Konzernzentrale des neuen Konzerns in London liegen nun weitere konkretere Planungspunkte vor“, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag in Wiesbaden.
Die Angebotsunterlage wird in der börsenrechtlichen Prüfung der Zulässigkeit des beabsichtigten Zusammenschlusses berücksichtigt. „Die Prüfung erfordert aber weitere Informationen, die von der Aufsicht angefordert werden. Auch die kartellrechtliche Entscheidung der EU Kommission kann den Zusammenschlussplan noch relevant verändern“, so der Minister.
Im Rahmen der Prüfung durch die Aufsicht wird zu klären sein, ob die künftige Fortentwicklung der Börsen in Frankfurt durch den beabsichtigten Zusammenschluss beeinträchtigt werden könnte. In diesem Fall kann der Zusammenschluss untersagt werden. Dafür werden die rechtlichen Strukturen des geplanten Zusammenschlusses wie die Planungen der neuen Gruppe überprüft. „Die vom Land Hessen beliehenen Börsenträger müssen weiter voll handlungsfähig bleiben und ihren öffentlichen Aufgaben nachkommen können.“

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