Frankfurt/Main (9./10.6.16)/PK – Die Sache ist einfach und die Lösung naheliegend. Sinkt das Rentenniveau in Deutschland – wie geplant – weiter, steuern Millionen Bundesbürger auf Altersarmut zu. Ihr zu entkommen, verlangt zusätzliche Vorsorge. Etwa über betriebliche oder private Sparanstrengungen. Privat für’s Alter vorsorgen, läßt sich logischerweise auch über die eigene Immobilie. Klingt plausibel, scheitert aber häufig am Geld. Daher hat der führende deutsche Maklerverband, IVD, auf seinem Jahreskongress in Frankfurt – erneut – eine „eigentumsfördernde Immobilienpolitik“ verlangt. Hinter diesem sperrigen Begriff verbirgt sich unter anderem die Forderung, Ersterwerbern beim Kauf eines Eigenheims von der Grunderwerbsteuer zu befreien.

IVD-Präsident Michael Schick sieht in Eigentum den Königsweg zur kapitalgedeckten Altersvorsorge. Gefördert werden sollten auch Schwellenhaushalte, also eher einkommensschwache Haushalte. Gerade in der jetzigen Niedrigzinsphase müsse der Staat Schwellenhaushalten mit gezielten Förderprogrammen bei der Eigentumsbildung unterstützen. Mögliche Förderprogramme sollten etwa auch die Anzahl der Kinder im Haushalt berücksichtigen. Wer eine Immobilie besitze hat nach den Worten von IVD-Präsident Michael Schick „ein deutlich niedrigeres Risiko, später von Altersarmut betroffen zu sein.“

Am zweitägigen Deutschen Immobilientag in Frankfurt nahmen rund Tausend Immobilienberater, Immobilienmakler, Bauträger, Verwalter, Finanzdienstleister und Bewertungssachverständige teil. Der IVD bezeichnet sich mit seinen etwa 6000 Mitgliedsunternehmen als  „stärksten Unternehmensverband der Immobilienwirtschaft“ in Deutschland.