CoinInvest: Zunehmende Angst vor Brexit –
Immer mehr Briten sichern sich mit Gold ab
Frankfurt/Main (14.6.16) – Die Abstimmung über den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union rückt näher und die Nervosität bei den Briten steigt offenkundig. Immer mehr von ihnen wollen für den Fall von Turbulenzen an den Finanzmärkten vorsorgen und setzen dabei auf die Krisenwährung Gold: Die Umsätze des europaweit tätigen Edelmetallhändlers CoinInvest mit Kunden aus dem Vereinigten Königreich legten in der vergangenen Woche gegenüber dem Durchschnitt um rund 80 Prozent zu – bei weiterhin ansteigender Tendenz.
„Je näher die Abstimmung am 23. Juni rückt, umso mehr besorgte Anleger melden sich bei uns. Sie alle wollen ihr Vermögen gegen die möglichen negativen Folgen eines Brexit absichern“, berichtet Daniel Marburger, Director der CoinInvest GmbH, aus den zahlreichen Kundengesprächen der letzten Tage und Wochen. Dabei ist Gold für viele Briten offenbar das Mittel der Wahl: Der Absatz von Barren und Münzen stieg in der letzten Woche im Vergleich zum Jahresschnitt um 80 Prozent. „Das ist ein enormer Wert, wenn man sich die Größe des Marktes vor Augen hält“, betont Marburger. Momentan habe das Vereinigte Königreich sogar Deutschland als traditionell größten CoinInvest-Einzelmarkt überholt.
„Immer mehr Briten realisieren allmählich, was für sie nicht nur politisch, sondern auch persönlich auf dem Spiel steht“, erläutert Marburger. Neben einer schrumpfenden Wirtschaft und einem Crash an den Kapitalmärkten droht auch ein dramatischer Wertverlust des Britischen Pfunds. Gold bietet sowohl gegen Währungsturbulenzen als auch gegen sinkende Aktienkurse eine Absicherung. Bei den jetzigen Käufern handelt es sich laut Marburger nur um eine Art „Bugwelle“: „Viele wollen die Abstimmung zunächst abwarten und erst im Bedarfsfall handeln. Damit riskieren sie aber auch, dass sie gegebenenfalls zu schlechteren Konditionen kaufen müssen.“ CoinInvest sorge bereits vor und fülle die Lager für den Fall der Fälle auf.
„Aus deutsche Sicht muss man sich vor Augen halten, dass das Thema Geldanlage und private Altersvorsorge für den durchschnittlichen Briten wesentlich wichtiger ist als hierzulande“, erläutert Marburger, der selbst drei Jahre lang in London gelebt hat und regelmäßig in Großbritannien ist. Denn: Das staatliche Rentensystem sieht obligatorisch nur eine gesetzliche Grundrente (Basic State Pension) vor. Für den Rest müssen die Bürger selbst Vorsorge treffen. Von daher ist der klassische Immobilienbesitz im Gegensatz zu Deutschland (64,8 % vs. 52,5 %/Quelle: Eurostat, 2014) ebenso wie Investitionen in Aktien (23 % vs. 5,6 %/Quelle: Statista, 2011) deutlich weiter verbreitet. Gold hingegen ist ähnlich beliebt wie in der Bundesrepublik.

Stay In Touch