ifo-Präsident Clemens Fuest bedauert Brexit

München (24.6.16) – Der neue ifo-Präsident Clemens Fuest hat den Brexit bedauert. „Die Entscheidung der britischen Wähler für den Brexit ist eine Niederlage der Vernunft“, sagte er am Freitag. „Die Politik muss jetzt alles tun, um den wirtschaftlichen Schaden zu begrenzen. Dazu gehört es, sicherzustellen, dass Großbritannien so weit wie möglich in den Binnenmarkt integriert bleibt. Es ist wichtig, die Verhandlungen darüber möglichst schnell zum Abschluss zu bringen, damit die Phase der Unsicherheit über die künftigen Wirtschaftsbeziehungen möglichst kurz bleibt.“

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Junge Wirtschaft: Erhebliche Nachteile für den Wirtschaftsstandort Deutschland – Eine Umfrage

Berlin (24.6.16) – Die Junge Wirtschaft erwartet nach dem Votum der Briten für einen Ausstieg aus der Europäischen Union am gestrigen Donnerstag erhebliche negative Folgen für die deutsche Wirtschaft. Das zeigt eine Umfrage, die der Verband unter seinen rund 10.000 Mitgliedern durchgeführt hat. Demnach ist die Unruhe bei den Unternehmerinnen und Unternehmern unter 40 groß. So rechnen zwei Drittel der Befragten mit negativen oder sogar sehr negativen Auswirkungen für die junge Wirtschaft in Deutschland, sollte Großbritannien die Europäische Union tatsächlich verlassen. „Die junge Wirtschaft ist in verständlicher Sorge über die verschiedenen nun möglichen Szenarien und die nur schwer überblickbaren Konsequenzen des Votums für die hiesige Wirtschaft“, kommentierte Wenske, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland, das Umfrageergebnis.

Das Votum der Briten sei „ein unüberhörbares Warnsignal für die Politik“, sagte Wenske. „In Brüssel muss jetzt endlich ein Umdenken stattfinden. Längst überfällige Reformen müssen angepackt werden, damit die EU wieder an Vertrauen gewinnt“, so der Bundesvorsitzende. Er erneuerte die europapolitischen Positionen der jungen Wirtschaft und forderte einen konsequenten Abbau bürokratischer Zwänge, unter denen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen litten. Nur so könne die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands dauerhaft gewahrt bleiben.

Es gelte künftig Europa besser zu erklären und nun alle Kräfte zu bündeln, um weiteren Schaden von der EU und ihrem Bild in der Welt abzuwenden. „Eine Kettenreaktion, bei der weitere EU-Länder dem britischen Beispiel folgen, muss vermieden werden“, so Wenske weiter.

Die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) bilden mit mehr als 10.000 Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft den größten deutschen Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren. Bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 120 Mrd. Euro Umsatz verantworten sie rund 300.000 Arbeits- und 35.000 Ausbildungsplätze. Seit 1958 sind die Wirtschaftsjunioren Deutschland Mitglied der mehr als 100 Nationalverbände umfassenden Junior Chamber International (JCI).