BVR-Studie: Sparer mit niedrigen Einkommen
leiden besonders unter Niedrigzins
Berlin (29.6.16) – Das historisch niedrige Zinsniveau belastet die Sparpl ne der Bundesb rger aus der unteren Einkommensh lfte besonders schwer. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in einer aktuellen Analyse. „Das Finanzverm gen der Bundesb rger mit unterdurchschnittlichen Einkommen beschr nkt sich in erster Linie auf sichere, aber niedrig verzinste Anlageklassen. Sie leiden daher besonders unter dem niedrigen Zinsniveau , erkl rt BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin. Die j ngsten Zahlen der Einkommens- und Verbraucherstichprobe des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass B rger mit h herem Nettoeinkommen ihr Sparportfolio zu gr eren Anteilen mit risikoreicheren und damit in der Regel renditest rkeren Anlageklassen best cken.
Viele Bundesb rger mit einem geringen monatlichen Nettoeinkommen verf gen zudem ber wenig Spielraum beim Sparen. Schon aus finanziellen Gr nden sind sie meist nicht in der Lage, einer st rker auf den Wertpapiererwerb ausgerichteten Anlagestrategie zu folgen. „Bei Bundesb rgern mit wenig Spielraum bei der privaten Verm gensbildung steigt im Niedrigzinsumfeld das Risiko, noch weniger oder gar nicht mehr f r das Alter vorzusorgen. Das gef hrdet die finanzielle Absicherung dieser Haushalte im Alter zus tzlich „, warnt Martin. Im Schnitt sparen nach einer repr sentativen Umfrage von TNS-Infratest im Auftrag des BVR vom April 2016 rund 40 Prozent der Bundesb rger mit einem Nettomonatseinkommen von weniger als 2.000 Euro nicht mehr als 50 Euro im Monat. Davon wird meist nur ein Teil f r die Altersvorsorge genutzt, da auch noch andere Sparmotive wie etwa gr ere Anschaffungen von diesem Betrag bedient werden m ssen.
Die Europ ische Zentralbank (EZB) sollte angesichts der hohen Belastungen durch Niedrigzinsen f r die private Altersvorsorge ihre geldpolitische Ausrichtung berdenken. Bei einer anhaltenden Erholung der Konjunktur im Euroraum sollte sie im Laufe des kommenden Jahres den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik vorbereiten. „Neben einer weniger expansiven Geldpolitik muss vor allem die Politik ausloten, inwieweit Zulagen bei der staatlich gef rderten Riesterrente die Attraktivit t der privaten Altersvorsorge steigern und die Belastungen der niedrigen Zinsen kompensieren k nnen“, fordert Martin.
Studie „Sparer mit niedrigeren Einkommen leiden besonders unter Niedrigzins“
https://www.bvr.de/p.nsf/0/4DBA302AAE759403C1257FE10035A7BF/$file/BVRVolkswirtschaftSpecialNr7.pdf

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