VÖB-Spezialisten sehen Aktienkurse im Vorwärtsgang

Frankfurt/Main (28.9.16)/PK – Lohnt sich der Kauf von Aktien in Zeiten von Niedrig- und Nullzinsen, um mit ihnen eine passable Rendite zu erwirtschaften? Natürlich lohnt er sich. Vorausgesetzt es sind die „richtigen“ Aktien und man hat einen sehr langen Atem. – Diese Binsenweisheit ist durch die jüngste Prognose der VÖB-Aktienmarktstrategen eindrucksvoll bestätigt worden. Die VÖB steht für den Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, also jener Gruppe von öffentlichen Banken, zu denen beispielsweise die BayernLB, die DekaBank, die Helaba, die LBBW und die Nord-LB stehen.

Der Optimismus der VÖB-Aktienspezialisten beruht auf weiterhin positiven Konjunkturdaten in Europa und den USA. Eine im Jahr 2017 nachlassende wirtschaftliche Dynamik in der Eurozone und in Deutschland wird nach Auffassung der prognostizierenden Institute von einem stärkeren Wachstum in den USA und den Schwellenländern ausgeglichen. Die Weltkonjunktur bleibt ebenso wie der Ölpreis mit einem erwarteten Durchschnittspreis von 45 US-Dollar auf Dreimonatssicht ein stützender Faktor.
Auch von den Notenbanken erwarten die VÖB-Experten weiterhin positive Effekte für die Aktienkurse. Trotz der allgemein erwarteten Zinsanhebung der amerikanischen Notenbank (Fed) bleiben die Zinsen in den USA weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach Ansicht der Experten ihre expansive geldpolitische Ausrichtung beibehalten und das Programm zum Ankauf von Anleihen eher verlängern, als es pünktlich zu beenden. Die niedrigen Zinsen erhöhen damit die Attraktivität der Aktie gegenüber der Anleihe.

Die prognostizierten Unternehmensgewinne werden die Kurse allenfalls stützen, aber keinen großen Schub geben können. Die VÖBAnalysten sehen europäische Unternehmen weiterhin günstiger bewertet als US-Unternehmen.
Für Unsicherheiten sorgen die politischen Rahmenbedingungen. Obwohl das Votum der Briten für den „Brexit“ keine Panik an den Märkten ausgelöst hat, bleiben doch viele Fragen zur weiteren Entwicklung offen. Auch die anstehenden Wahlen in den USA und in Kernländern der Europäischen Union wie Italien, Frankreich und auch Deutschland werden die Märkte in den nächsten Monaten beeinflussen und potentiell für Unruhe sorgen. Politische Börsen mögen „kurze Beine“ haben, aber auch diese können für Anleger spürbare Folgen im Depot haben, so die Experten der öffentlichen Banken.

Über den VÖB

Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, ist ein Spitzenverband der deutschen Kreditwirtschaft. Er vertritt die Interessen von 63 Mitgliedern, darunter die Landesbanken sowie die Förderbanken des Bundes und der Länder. Die Mitgliedsinstitute des VÖB repräsentieren mit über 2.700 Milliarden Euro ca. ein Drittel der Bilanzsumme des deutschen Bankenmarktes (Geschäftsjahr 2015). Mit knapp 69.000 Beschäftigten nehmen die öffentlichen Banken ihre Verantwortung für Mittelstand, Unternehmen, die öffentliche Hand und Privatkunden wahr und sind in allen Teilen Deutschlands fest in ihren Heimatregionen verwurzelt. Mit 48 Prozent sind die VÖB-Mitgliedsbanken Marktführer bei der Kommunalfinanzierung und stellen zudem rund 29 Prozent aller Unternehmenskredite in Deutschland zur Verfügung.