Jupiter AM: Singapur – Aufgeschlossen für Geschäfte –

Eine Erfolgsgeschichte

 

London (28.11.16) – Wie Hongkong ist Singapur ein kleines Land, das stark von seiner Kolonialvergangenheit profitiert hat. Die Infrastrukturausgaben, die es als britischen Handelsposten etabliert haben, seine Achtung der Rechtsstaatlichkeit und die relative politische Autonomie haben alle dazu beigetragen, die Grundmauern für ein modernes globales Finanzzentrum zu legen. Darüber hinaus hat Singapur in den 50 Jahren seit seiner Unabhängigkeit vom benachbarten Malaysia wohl einige der besten politischen Führungsriegen weltweit gehabt. Clevere Regierungen haben die Wirtschaft mitgesteuert und die Früchte ihrer gewissenhaften Führung lassen sich heute an der übergroßen Wirtschaftsstärke sowie der fiskalischen Robustheit ablesen.

 

Eine der wichtigsten Entscheidungen der Regierung war die Identifizierung bestimmter Industriesektoren, in denen Singapur ein Kompetenzzentrum werden konnte. Sie hat umfangreiche Privatinvestitionen der weltgrößten Akteure in diesen Bereichen angelockt und ihnen im Gegenzug eine Kombination aus Steuervergünstigungen, einer hervorragenden Infrastruktur, einem geschäftsfreundlichen Umfeld und einer großartigen Lebensqualität geboten. Dieser Plan hatte durchschlagenden Erfolg und hat dazu beigetragen, Singapur zu einem globalen Player in Sektoren wie Pharmazie und Technologie zu machen.

 

Ein internationaler Markt

 

In Singapurs Wirtschaftsmodell übertreffen seine Importe und Exporte bei weitem seine Binnenwirtschaft. Das macht das Land zu einer sehr offenen Wirtschaft, die stark vom Tempo des Welthandels beeinflusst wird. Wenn der Welthandel nachlässt, wie er es in den letzten Jahren getan hat, dann kann das Wirtschaftswachstum in Singapur den gleichen Weg einschlagen. Trotzdem wachsen einige Sektoren bei diesem Szenario sogar weiter, während andere einbrechen. Deshalb fühlen wir uns mit unseren Positionen in Singapur wohl, auch wenn seine BIP-Wachstumsraten im Vergleich zu schneller wachsenden, asiatischen Schwellenländern relativ niedrig wirken. Warum? Weil wir in Singapur nicht auf die gleiche Art und Weise investieren wie in anderen Schwellenländern. Auf den Philippinen möchten wir uns beispielsweise vor allem auf den heimischen Konsum ausrichten, da wir die Aussichten für die lokale Wirtschaft sehr optimistisch beurteilen. Im Gegensatz dazu könnte das Wachstum in Singapur noch für einige Zeit niedrig sein. Aber das bedeutet nicht, dass die Unternehmen keine ansehnlichen Erträge liefern.

 

Das Wichtigste ist, dass die Qualität der Unternehmen in Singapur sehr hoch ist. Trotz der begrenzten verfügbaren Fläche sind dort über 7.000 multinationale Unternehmen tätig, darunter 20 der weltgrößten Konzerne. Gemeinsam mit Hongkong ist Singapur für multinationale Firmen eines der führenden Länder, wenn es um den Sitz ihrer globalen Aktivitäten geht – ein Trend, der meiner Erwartung nach andauern wird, da sich die Balance des globalen Wirtschaftseinflusses Richtung Osten verschiebt.

 

Wie ich investiere

 

Besonders attraktiv bei Aktien aus Singapur sind für mich die gesunden Dividendenrenditen, die es dort gibt. Zu den Unternehmen mit Sitz in Singapur zählen viele reife, gut geführte Firmen mit einer großenteils globalen Ausrichtung, was zu ihrem Status als nachhaltige und hohe Dividendenquellen beiträgt. Und da die lokalen und globalen Volkswirtschaften nur langsam wachsen, sind die Zinsen in Singapur sehr niedrig, was die Attraktivität eines ertragreichen Unternehmens steigert, da für lokale Anleger der Unterschied zwischen Anleiherenditen und Unternehmenserträgen groß ist. Gleichzeitig ist die Währung in der Regel stabil: Die Regierung ist ein Nettogläubiger und fördert die Preisstabilität, indem sie die Währung in ziemlich engen Bahnen managt. In Singapur wurde 2002 der erste Real Estate Investment Trust (REIT) gelistet. Heute hat sich der Aktienmarkt durch diese Kapitalgesellschaften im Immobiliensektor gewandelt. Gelistete REITS machen fast 10 Prozent der Gesamtkapitalisierung des singapurischen Marktes aus und mit Renditen von etwa 6-7 Prozent bieten sie üblicherweise einen attraktiven Zugang zum florierenden Immobiliensektor sowie regelmäßige Erträge.

 

Stabil, attraktiv und profitabel

 

Da Singapur ein Stadtstaat ist, kann seine Regierung anders planen als die meisten anderen Länder. Diese kann beispielsweise sicherstellen, dass das gesamte Transportsystem sinnvoll miteinander verbunden und die lokale Infrastruktur zugunsten der lokalen Bevölkerung mit der neusten Technologie ausgestattet ist. Außerdem kann sie den besten lokalen investierbaren Unternehmen lukrative Verträge anbieten. Wie auch die anderen Industrieländer der Region spürt Singapur allmählich die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen seiner alternden Bevölkerung. Während dieses Thema in jedem Markt die Frage nach den Abhängigkeitsquotienten aufwirft, hebt es aber auch die Art von Unternehmen hervor, die in den kommenden Jahren florieren könnten, z.B. in den Bereichen Tourismus und Gesundheit. Robotertechnik und eine weitere Urbanisierung könnten ebenfalls die Produktivitätsrückgänge einer alternden Bevölkerung wettmachen.

 

Das läuft auf einen Markt hinaus, der eine gewisse Stabilität und Vorhersehbarkeit, die selbst für ein Industrieland unüblich sind, mit einigen der profitabelsten und produktivsten Unternehmen der Welt kombiniert – und das alles im Rahmen einer starken Kultur, diese Gewinne in Form von Dividenden an die Aktionäre zurückzugeben. Zudem erlaubt mir die anlagefreundliche Kultur in Singapur, mit einigen der bestgeführten Dividendenzahlern der Welt zu kommunizieren, sie zu verstehen und letztendlich in sie zu investieren. Das macht das Land zu einem wichtigen Bestandteil des Jupiter Asia Pacific Income SICAV Fonds.

Von Jason Pidcock, Manager des Jupiter Asia Pacific Income SICAV