KfW  unterstützt Entwicklung und Markteinführung neuer Impfstoffe und Medikamente in Entwicklungsländern

 

Frankfurt/Main (30.11.16) – Die KfW hat im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) fünf weitere Verträge mit Produktentwicklungspartnerschaften (product development partnerships/PDPs) im Rahmen einer zweiten Phase in Höhe von insgesamt 50 Mio. EUR abgeschlossen. In einer ersten Phase waren bereits 26,4 Mio. EUR an PDPs geflossen, die neue, wirksame und erschwingliche Impfstoffe, Medikamente und Diagnostika gegen vernachlässigte und armutsbedingte Tropenkrankheiten entwickeln. Von diesen Krankheiten sind weltweit mehr als eine Milliarde Menschen betroffen und pro Jahr sterben über drei Millionen Menschen daran.

Die PDPs bündeln das Wissen aus Wissenschaft, Industrie und

Zivilgesellschaft und werden von öffentlichen und privaten Geldgebern

finanziert.

 

„Wir sind stolz darauf, dass wir die Bundesregierung im wichtigen

Kampf gegen vernachlässigte und armutsbedingte Krankheiten weiter

unterstützen können“, sagte Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des

Vorstands der KfW Bankengruppe. Sowohl die Forschungsfinanzierung als

auch die Begleitung der Markteinführung von Produktentwicklungen in

den betroffenen Ländern mittels des Global Health Investment Fund

leisteten einen wesentlichen Beitrag dafür, dass sich die Gesundheit

der Bevölkerung in Entwicklungs- und Schwellenländern weltweit

verbessere, so Dr. Kloppenburg weiter.

 

Mit folgenden Organisationen hat die KfW im Auftrag des BMBF

Förderverträge abgeschlossen:

 

– International Partnership for Microbicides (IPM) für die

Entwicklung von sicheren Mikrobiziden für Frauen zur HIV-Prävention;

 

– PATH für die Entwicklung von Malaria Impfstoffen;

 

– Global Alliance for TB Drug Development (TB Alliance) für

schneller wirksame und erschwingliche Medikamente gegen Tuberkulose;

 

– Medicines for Malaria Venture (MMV) für die Entwicklung neuer

Medikamente gegen Malaria;

 

– Drugs for Neglected Diseases initiative (DNDi) für

Medikamentenentwicklung gegen die Afrikanische Schlafkrankheit,

Viszerale Leishmaniose, die Chagas Krankheit und Wurmerkrankungen.

 

Die KfW finanziert im Auftrag des Bundesministeriums für

wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) darüber hinaus

den Global Health Investment Fund (GHIF) der Bill & Melinda Gates

Stiftung mit einem Zuschuss von 10 Mio. EUR. Das innovative

Finanzinstrument leistet einen Beitrag zur Bekämpfung der Mütter- und

Kindersterblichkeit in Entwicklungsländern. Der Fonds finanziert die

Entwicklung und Markteinführung von neuen Medikamenten, Impfstoffen,

Instrumenten zur Diagnostik und Produkte zur Familienplanung in

Entwicklungsländern.

 

Für die KfW zählt Gesundheit zu den individuellen Grundrechten und

gilt als Voraussetzung wirtschaftlicher Entwicklung in

Entwicklungsländern. Die Bank betreut daher in mehr als 30 Ländern

weltweit rund 140 Gesundheitsvorhaben. Dabei geht es um die

Bekämpfung von Infektionskrankheiten, HIV-Prävention und

Familienplanung, aber auch um die Stärkung von

Gesundheitsinfrastruktur- und Gesundheitsdiensten sowie den Aufbau

von sozialen Sicherungssystemen.