
Carsten Kengeter, heute morgen vor Beginn der Bilanz-Pressekonferenz, hat derzeit eigentlich wenig zu lachen, denn die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts von Insidergeschäften. – Foto:PK
Frankfurt/Main (16.2.17)/PK – Hätte sich Carsten Kengeter, der Vorstandschef der Deutschen Börse AG, nicht in den Kopf gesetzt, die Frankfurter Börse mit der Londoner Börse in einer abstrusen Weise fusionieren zu wollen, auf eine Art, bei der die Jahrhunderte alte Frankfurter Börse pulverisiert werden würde, und hätte Carsten Kengeter nicht vor Beginn der Fusionsgespräche mit London Aktien der Deutschen Börse in großem Stil gekauft und sich damit des Vorwurfs des Insiderhandels ausgesetzt, ja dann, dann würde das Publikum laut applaudieren und Carsten Kengeter bejubeln. Denn unternehmerisch scheint er im vergangenen Jahr vieles richtig gemacht zu haben. Die bereits gestern Abend vorgelegten Geschäftszahlen für 2016 fielen jedenfalls besser aus als gedacht. Die Dividende soll erhöht werden. Doch das scheint kaum jemanden zu interessieren. Stattdessen geht dies alles im Insidervorwurfs-Getöse und im Fusions-Nebel unter. Carsten Kengeter spielt für viele Beobachter derzeit den bad guy. Weitere Einzelheiten zu den Geschäftszahlen finden Sie beispielsweise auf boerse.ard.de.

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