Tarifverdienste 2016:
+ 2,0 % gegenüber dem Vorjahr
WIESBADEN (1.3.17) – Die Tarifverdienste – gemessen am Index der tariflichen Monatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen – waren im Jahr 2016 durchschnittlich 2,0 % höher als im Vorjahr. Damit wird das vorläufige Ergebnis vom 29. November 2016 bestätigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist das der geringste Anstieg seit 2011 (+ 1,7 %).
Ohne Sonderzahlungen lagen die tariflichen Monatsverdienste 1,9 % über dem Vorjahresdurchschnitt. Die tatsächlich gezahlten Bruttomonatsverdienste waren 2016 nach vorläufigen Ergebnissen um 2,3 % höher als im Vorjahr (siehe Pressemitteilung Nr. 40 vom 06.02.2017). Im gleichen Zeitraum erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,5 %. Zur Kompensation von Preissteigerungen wird die Inflationsrate in Tarifverhandlungen häufig als Orientierungsmaßstab verwendet. Die niedrigen Inflationsraten der letzten Jahre könnten somit zur moderaten Entwicklung der Tarifverdienste beigetragen haben.
Fast 44 Millionen Erwerbstätige
Im Januar 2017 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 43,6 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Gegenüber Januar 2016 nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 612 000 Personen oder 1,4 % zu. Erwerbslos waren im Januar 2017 rund 1,8 Millionen Personen, 88 000 weniger als ein Jahr zuvor.

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