KfW: Deutsche Wirtschaft geht gut gelaunt in den Frühling – Optimismus in Großunternehmen steigt rapide – Hochstimmung im Bau
Frankfurt/Main (5.4.17) – Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft bleibt weiter gut und zeugt von wachsendem Konjunkturoptimismus: Wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt, konsolidieren sich die Geschäftserwartungen und Lageurteile der kleinen und mittleren Unternehmen im März jeweils auf hohem Niveau. Das mittelständische Geschäftsklima bleibt mit 20,2 Saldenpunkten nahezu unverändert gegenüber dem Vormonat (-0,9 Zähler). Die Großunternehmen starten sogar überaus gut gelaunt in den Frühling und schließen die Stimmungslücke zum Mittelstand, die sich seit dem Jahreswechsel aufgetan hatte. Dank erheblich zuversichtlicherer Geschäftserwartungen steigt ihr Geschäftsklima um 4,0 Zähler auf 20,3 Saldenpunkte.
„Die deutsche Wirtschaft blickt mit Zuversicht ins weitere Jahr, die
zahlreichen politischen Risiken treten in der Wahrnehmung der Firmen
in den Hintergrund und verblassen“, sagt Dr. Jörg Zeuner,
Chefvolkswirt der KfW. Vor allem die im März um beeindruckende 6,5
Zähler bessere Stimmung der exportabhängigen Großindustrie lasse
darauf schließen, dass die globale Konjunktur an Fahrt gewinne.
Doch nicht nur aus der Exportwirtschaft kommen zuletzt positive
Signale, sondern auch aus dem Bau und damit von einer der tragenden
Säulen der Binnenkonjunktur. Das Geschäftsklima der großen
Bauunternehmen verbessert sich erheblich (+11,1 Zähler auf 37,5
Saldenpunkte), die mittelständischen Baufirmen halten im März ihr
seit langem hohes Stimmungsniveau (+0,2 auf 29,9 Saldenpunkte) – die
Baufirmen beider Größenklassen führen damit im März die
Stimmungstabelle in der deutschen Wirtschaft an.
„Der Konjunkturoptimismus hat mit der ordentlichen Binnenkonjunktur
und der sich abzeichnenden Erholung des Welthandels ein gesundes
Fundament. Im Hintergrund jedoch schwelen die Unwägbarkeiten weiter –
allen voran der Ausgang der Brexit-Verhandlungen, die
protektionistischen Bestrebungen der USA und die anstehenden Wahlen
in Europa“, so Zeuner weiter. „Vor diesem Hintergrund ist der
wachsende Optimismus auch eine Hypothek im Fall unerwarteter
Konflikte. Die Enttäuschung wäre umso größer.“

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