KfW und BMZ gründen Stiftung zum Meeresschutz –
Förderung von nachhaltiger Fischerei und umweltfreundlichem Tourismus
Frankfurt/Main (29.5.17) – Die KfW hat im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Startkapital in Höhe von 24 Mio. EUR in die neu gegründete Stiftung „Blue Action Fund“ eingebracht.
Die gemeinnützige Stiftung hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Sie
wird Nichtregierungsorganisationen beim Meeresschutz unterstützen und
dabei unter anderem das Ausweisen neuer Schutzgebiete sowie
nachhaltige Fischerei und umweltfreundlichen Tourismus fördern. Bis
2019 sollen rund 12 Projekte in Höhe von mindestens 20 Mio. EUR an
den Start gehen.
„Die Weltmeere sind durch dramatische Überfischung, ungeklärte
Abwässer, Schadstoffe und Müll stark gefährdet. Der Blue Action Fund
ist ein neues Instrument für den internationalen Meeresschutz und
leistet gleichzeitig einen Beitrag zur globalen Ernährungssicherung“,
sagte Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW
Bankengruppe.
Dieser Entwicklung wird die Stiftung entgegenwirken, denn neben der
Bedeutung der Meere für den globalen Wasserhaushalt leisten Ozeane
und Küstengebiete aufgrund ihrer hohen Biodiversität einen großen
Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherung: Für fast drei Milliarden
Menschen ist Fisch ein entscheidender Bestandteil ihrer Nahrung.
Noch in diesem Jahr werden drei Projekte von
Nichtregierungsorganisationen finanziert: In der Auswahl sind u.a.
die Schaffung von 12 Meeresschutzgebieten in den Gewässern vor Costa
Rica, Panama, Kolumbien und Ecuador. Hier wird die Existenz von fast
2.500 Fischerhaushalten gesichert. Weiter soll in Mosambik unter
Beteiligung der Fischergemeinden der küstennahe Fischfang nachhaltig
gestaltet sowie ein Verbund von Meeresschutzgebieten etabliert
werden.

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