Immobilienkredite: Banken haben keinen Grund zum Jammern –

Trotz Finanzkrise und Richtlinien-Chaos – Mietimmobilien steigen stärker als Mieten

Leipzig (30.5.17) – Der Bauboom hält an, trotzdem klagen vor allem Banken über Geschäftsrückgänge. Dazu haben sie allerdings wenig Anlass, wie das Fachportal Kreditvergleich.net jetzt anhand von aktuellen Zahlen belegt. Demnach kletterte das Volumen der neu vergebenen Immobilienkredite innerhalb der letzten zehn Jahre um knapp 30 Prozent – von rund 188,2 Milliarden Euro im Jahr 2006 auf 244,0 Milliarden im Jahr 2016.

„Weder die Finanzkrise noch die Wohnimmobilienkreditrichtlinie haben dem Markt nachhaltig geschadet“, führt Marc Opitz, Kreditexperte von Kreditvergleich.net aus. Selbst in den Krisenjahren gab es lediglich marktübliche Schwankungen.

Auch die Einführung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie im März 2016 hatte im Prinzip keinen negativen Einfluss auf die gesamte Vergabe von Baukrediten in Deutschland. „Wenn Banken entsprechend von 20 Prozent weniger Geschäft sprechen, müssen sie sich die Frage gefallen lassen, weshalb sie deutlich schlechter als der übrige Markt performen“, so Opitz weiter.

Investition in Mietimmobilien: 29 statt 22 Jahre bis zur Amortisation

Ebenfalls betrachtet wurde hier die Entwicklung der Mieten und der Kaufpreise von Mietimmobilien. In beiden Segmenten sind die Preise in den letzten Jahren stark gestiegen. Die Entwicklung hat insbesondere Auswirkungen auf die Rentabilität von Immobilien. Waren 2006 nur rund 22 Jahre nötig, bis die Jahresmieten den Kaufpreis einspielten, sind es zehn Jahre später über 29 Jahre. „Die Kaufpreise ziehen entsprechend schneller an, als die Mieten – zumindest in den Ballungsgebieten. Steigende Mieten sind eine Reaktion darauf“, erklärt Marc Opitz weiter.

Quelle: https://www.kreditvergleich.net/studien/wohnen-bauen-kaufen/