Alno AG: Aufsichtsrat unterstützt Sanierungsbemühungen von Management,
Eigenverwaltung und Sachwalter – Befremden über Verhalten Ehemaliger

 

Pfullendorf (27.7.17) – Der Aufsichtsrat der ALNO AG unterstützt mit allen Vertretern der Arbeitnehmer- und Kapitalseite die Geschäftsleitung, die Eigenverwaltung sowie den vorläufigen Sachwalter der Unternehmensgruppe in ihren Sanierungsbemühungen. In persönlichen Gesprächen zwischen Aufsichtsrat und Eigenverwaltung bzw. Aufsichtsrat und vorläufigem Sachwalter wurde dies am 25.07.2017 in der Aufsichtsratssitzung in Pfullendorf erneut diskutiert und bestätigt.

Es gilt jetzt, gemeinsam das Vertrauen der Kunden und Zulieferer zurückzugewinnen, damit die ALNO-Gruppe samt den Einzelunternehmen ALNO, Wellmann und Pino wieder auf eine tragfähige Basis gestellt werden können. Dazu müssen aus Sicht des Aufsichtsrates jetzt alle Beteiligten zeitnah, entschlossen und im Schulterschluss handeln. Mit einer nachhaltigen operativen, finanziellen und bilanziellen Sanierung kann und wird sich ALNO eine starke Zukunftsperspektive erarbeiten. Die Geschäftsleitung und Eigenverwaltung genießen in dieser äußerst herausfordernden und ernsten Lage das volle Vertrauen des Aufsichtsrats.

Umso überraschender und irritierender erscheinen für den Aufsichtsrat der ALNO AG die Entwicklungen und Berichterstattungen der letzten Tage, vor allem in Bezug auf die Pino Küchen GmbH. Die jüngsten Erkenntnisse, dass anscheinend ehemalige Vorstandsmitglieder, frühere und jetzige Aktionäre sowie langjährige Geschäftspartner zukunftsweisende Sanierungsmaßnahmen unterlaufen, indem u.a. im Hintergrund Forderungen gegen den ALNO-Konzern ohne Kenntnis von Aufsichtsrat und amtierendem Vorstand aufgekauft wurden, lassen den Aufsichtsrat an der Redlichkeit der handelnden Personen zweifeln.Hier stellen sich dem Aufsichtsrat zahlreiche Fragen, die mangels Transparenz und Nachweisen derzeit leider nur von Dritten beantwortet werden können und die in der Zukunft sicherlich noch aufgearbeitet werden müssen.

Im Moment geht es aber darum, mit Einsatz, Verve und Konstruktivität die „Stakeholder“ wie Großkunden, Händler, Lieferanten und Mitarbeiter/-innen „in ein Boot zu holen“, die Liefersicherheit wiederherzustellen, das Vertrauen der Kunden und Endkunden wieder zu gewinnen und den Neuanfang bei ALNO positiv voran zu treiben.

Ausdrücklich bedanken wir uns bei allen Kolleginnen und Kollegen unserer Unternehmensgruppe für die gerade in den vergangenen Monaten so tatkräftige Unterstützung. Wir danken zudem unseren Kunden für das trotz aller Widrigkeiten bisher entgegen gebrachte Vertrauen sowie allen Dienstleistern und Lieferanten für die beeinträchtigte, jedoch langjährige Zusammenarbeit. Wir sind davon überzeugt, dass wir gemeinsam durch Fortführung aller noch anstehenden Sanierungsmaßnahmen eine neue und prosperierende Unternehmensgruppe bauen.

 

Bruno Piatti AG stellt Antrag auf provisorische Nachlassstundung / Eingeleiteter Turnaround soll abgesichert werden

 

Dietlikon (27.7.17) – Mit dem Antrag auf Eröffnung einer provisorischen Nachlassstundung, die beim Bezirksgericht in Bülach (Kanton Zürich) gestellt wird, will der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der Bruno Piatti AG die zum Jahresbeginn eingeleitete Sanierung fortsetzen und den Turnaround absichern.

Die seit Anfang Januar 2017 umgesetzten Restrukturierungsmassnahmen bei der Bruno Piatti AG zeigen erste Erfolge, um den operativen Betrieb sicherzustellen. Trotz dieser Erfolge ist der Verwaltungsrat aufgrund der Altlasten und des damit verbundenen hohen Liquiditätsbedarfes gehalten, einen Antrag auf provisorische Nachlassstundung zu stellen.  -Mit dem Antrag verfolgt der Verwaltungsrat zusammen mit der Geschäftsleitung und der Führung der ALNO AG das Ziel, die Bruno Piatti AG nach Abschluss des Sanierungsverfahrens profitabel fortzuführen. Die bisherige starke Marktposition von Bruno Piatti als einer der grössten Küchenhersteller der Schweiz soll gesichert werden.

Über die Bruno Piatti AG

Die Bruno Piatti AG mit den beiden Marken Forster Küchen und Piatti ist eine Tochtergesellschaft der ALNO AG (Deutschland). Der ALNO Konzern zählt zu den führenden Küchenherstellen Deutschlands. Der ALNO Konzern ist mit über 6.000 Vertriebspartnern in mehr als 64 Ländern der Welt aktiv. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 522 Millionen Euro.