Rentenbank-Förderkredite 2017 erneut stark nachgefragt  – 1. Quartal 2018: ländliche Entwicklung stärker, Windkraft schwächer

 

Frankfurt/Main (24.4.18) – Der Vorstand der Landwirtschaftlichen Rentenbank zeigte sich anlässlich der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main mit dem Geschäftsjahr 2017 zu-frieden. „Auch in der gegenwärtigen Niedrigzinsphase zeichnet sich das Geschäftsmodell der Rentenbank durch Stabilität und Kontinuität aus. Insgesamt lag unser Förderneugeschäft wieder auf hohem Niveau. Dabei waren besonders unsere Windkraftfinanzierungen im ländlichen Raum gefragt“, so Horst Reinhardt, Sprecher des Vorstands der Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum.

Im Jahr 2018 zeichnet sich dagegen bisher ein geringerer Bedarf an Förderkrediten ab. Deutliche Zuwächse in der Fördersparte „Ländliche Entwicklung“ konnten einen Rück-gang der Nachfrage für Windkraftfinanzierungen sowie in der Fördersparte „Landwirtschaft“ nicht ausgleichen. Insgesamt lag das Neugeschäft mit Programmkrediten im ersten Quartal 2018 mit rund 1,6 Mrd. Euro (Q1 2017: 2,0 Mrd. Euro) unter dem Vergleichswert aus dem Vorjahr. Im Emissionsgeschäft konnte die Rentenbank in den ers-ten drei Monaten mit 3,7 Mrd. Euro bereits ein Drittel ihres für 2018 geplanten Mittelbedarfs decken.

Förderneugeschäft 2017 mit 11,9 Mrd. Euro stabil auf hohem Niveau

Das gesamte Förderneugeschäft der Rentenbank erreichte 2017 mit 11,9 Mrd. Euro (2016: 12,4 Mrd. Euro) erneut ein sehr hohes Niveau. Davon entfielen auf Namenspapiere und Schuldscheindarlehen 2,5 Mrd. Euro (2,3 Mrd. Euro), auf Wertpapiere 1,9 Mrd. Euro (2,5 Mrd. Euro) und auf Programmkredite 7,4 Mrd. Euro (7,7 Mrd. Euro).

Programmkredite für erneuerbare Energien besonders stark nachgefragt

Bei den Programmkrediten stieg insbesondere die Nachfrage nach Förderdarlehen für Investitionen in erneuerbare Energien kräftig auf 2,4 Mrd. Euro (1,9 Mrd. Euro). Den Schwerpunkt in dieser Fördersparte bildeten Finanzierungen von Windkraftanlagen, die sich auf 1,7 Mrd. Euro (1,5 Mrd. Euro) erhöhten. Darin sind Zusagen in Höhe von 0,6 Mrd. Euro (0,5 Mrd. Euro) für „Bürger- und Bauernwindparks“ enthalten.