Visa-Studie: Wie Pendler in Großstädten ticken

Barcelona (26.2.19) – Visa (NYSE: V) und die Stanford University haben auf dem Mobile World Congress in Barcelona eine weltweite Studie vorgestellt, die Erfolgsfaktoren für den Personenverkehr und smartere Städte zeigt. Dafür wurden fast 20.000 Pendler aus 38 Metropolen befragt, darunter Berlin und Hamburg. Die spezifischen Ergebnisse für Deutschland finden Sie untenstehend. 
Visa will ein besseres Verständnis herstellen, mit welchen Herausforderungen Pendler aktuell und in Zukunft konfrontiert sind. Experten haben die Ergebnisse mit aktuellen und bevorstehenden Innovationen kombiniert, um technologische Lücken bei der Bewältigung dieser Probleme besser verständlich zu machen. Jede Art des Reisens ist grundlegend mit Zahlungen verknüpft. In Zukunft wird sich dieser Trend noch verstärken, auch da immer mehr Städte auf kontaktlose Technologien in öffentlichen Verkehrsmitteln setzen (z. B. London).

In der Pressemitteilung im Anhang finden Sie 5 Empfehlungen von Visa für verbesserten Personenverkehr und smartete, effizientere Städte und weitere internationale Ergebnisse sowie den vollständigen Report „The Future of Transportation: Mobility in the Age of the Megacity“.

ZENTRALE ERGEBNISSE

Pendelzeiten erhöhen sich weltweit:

  • In Berlin hat sich die tägliche Pendelzeit bei 44% der Befragten in den letzten 5 Jahren erhöht (reduziert nur bei 27%), in Hamburg bei 35% (reduziert bei 33%)
  • Pendler in Berlin (38%) und Hamburg (34%) erwarten, dass ihre Pendelzeit in 5 Jahren noch weiter steigen wird

Das Auto ist das Verkehrsmittel Nummer 1 für den Weg zur Arbeit:

  • 57% der Hamburger und 51% der Berliner fahren mit mit dem Auto ins Büro oder zum Ausbildungsplatz, weltweit sind es sogar 60%
  • Auf Platz 2 in Hamburg und Berlin folgen S-Bahn, U-Bahn und Tram mit jeweils rund 40%

Was Pendler in öffentlichen Verkehrsmitteln nervt:

  • Wenn es einfacher wäre zu bezahlen, würde die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel signifikant ansteigen (Hamburg: um 24%, Berlin: um 22%)
  • 40% der Hamburger sind unsicher, welche Tarifoption sie für ihre Strecke wählen sollen. In Berlin ist es fast jeder Zweite (47%)
  • 4 von 10 Pendlern stört es, wenn sie für verschiedene Verkehrsmittel auf derselben Route verschiedene Tickets benötigen (Berlin: 42%, Hamburg 41%)
  • Jeder Dritte ist zudem von langen Warteschlangen beim Ticketkauf frustriert (Berlin: 36%, Hamburg 35%)
  • 30% der Pendler in Deutschland ärgert es, wenn sie für die Öffentlichen ausschließlich in Bar bezahlen können

Innovationswünsche der Pendler:

  • Jeder zweite Befragte aus Berlin (51%) würde häufiger die Öffentlichen nutzen, wenn er in nur einer App seine Route über alle Verkehrsmittel planen und zugleich bezahlen könnte. In Hamburg sind es 39%
  • Knapp 4 von 10 Befragten (38%) wünschen sich Anwendungen im Auto, die sie über die günstigste Tankstelle in ihrer Nähe informieren. Jeder Vierte möchte auch gleich über diese App bezahlen (25%)
  • Einfaches und schnelles Bezahlen ist für 56% der Deutschen ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des Transportmittels