Wirtschaftliche und finanzielle Entwicklungen im Euro-Währungsgebiet nach institutionellen Sektoren in Q4-2018
Frankfurt/Main (1.5.19) – Die Ersparnisbildung (netto) erhöhte sich in den vier Quartalen bis zum Schlussquartal 2018 auf 797 Mrd € nach 788 Mrd € in den vier Jahresvierteln bis zum Vorquartal. Die Nettosachvermögensbildung im Euroraum nahm aufgrund einer gestiegenen Vermögensbildung der privaten Haushalte und nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften von 433 Mrd € auf 478 Mrd € zu. Der Finanzierungsüberschuss des Eurogebiets gegenüber der übrigen Welt verringerte sich von 363 Mrd € auf 329 Mrd €.
Die Verschuldung der privaten Haushalte war am Ende des vierten Quartals 2018 niedriger als vor
Jahresfrist, und zwar sowohl im Verhältnis zum BIP (57,9 % nach 58,2 %) als auch zum verfügbaren
Bruttoeinkommen (93,5 % gegenüber 94,0 %). Unterdessen verringerte sich die Verschuldung der
nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften im Verhältnis zum BIP von 136,9 % auf 136,2 %.
In der vorliegenden Pressemitteilung werden finanzielle Transaktionen (Stromgrößen) sowie
Forderungen und Verbindlichkeiten (Bestände) in Bezug auf Einlagen, Kredite,
Schuldverschreibungen, börsennotierte Aktien und Anteile an Investmentfonds unter
Berücksichtigung der Gläubiger-Schuldner-Beziehungen dargestellt.
Gesamtwirtschaft des Euro-Währungsgebiets
Die Ersparnisbildung (netto) erhöhte sich in den vier Quartalen bis zum Schlussquartal 2018 auf
797 Mrd € (dies entspricht 8,5 % des verfügbaren Nettoeinkommens im Euroraum), verglichen mit
788 Mrd € in den vier Quartalen zum vorangegangenen Vierteljahr. Die Nettosachvermögensbildung
im Eurogebiet stieg auf 478 Mrd € (entsprechend 5,1 % des verfügbaren Nettoeinkommens), da die
privaten Haushalte und nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften ihre Vermögensbildung ausweite
Der Finanzierungsüberschuss des Euroraums gegenüber der übrigen Welt sank von zuvor 363 Mrd €
auf 329 Mrd €, worin sich die erhöhte Nettosachvermögensbildung widerspiegelte. Der
Finanzierungsüberschuss der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften verringerte sich von 133 Mrd €
auf 87 Mrd € (dies entspricht 0,9 % des verfügbaren Nettoeinkommens). Unterdessen stieg der
Finanzierungsüberschuss der finanziellen Kapitalgesellschaften von 71 Mrd € auf 95 Mrd €
(entsprechend 1,0 % des verfügbaren Nettoeinkommens). Der Finanzierungsüberschuss der privaten
Haushalte lag weitgehend unverändert bei 212 Mrd € (2,2 % gemessen am verfügbaren
Nettoeinkommen). Der Rückgang des Finanzierungsüberschusses des privaten Sektors insgesamt
wurde durch einen Anstieg des Finanzierungsdefizits des Sektors Staat verstärkt (-0,7 % gemessen
am verfügbaren Nettoeinkommen nach -0,5 % in den vier Quartalen bis zum Vorquartal).

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