Euro-Zone: Schuldenquote gesunken, aber…
Düsseldorf (3.5.19) – Die Schuldenquote in der Euro-Zone ist in den Jahren 2014 bis 2018 von 92 % auf 85 % gesunken. Dennoch weisen Euro-Länder wie Italien, Belgien, Spanien, Frankreich und Portugal weiterhin hohe Schuldenquoten aus. Europa braucht anhaltendes Wachstum, um zu verhindern, dass diese Länder zunächst die Handlungsfähigkeit und dann die Bereitschaft verlieren, ihre Schuldenquote zu stabilisieren – wie es in Griechenland bereits der Fall ist.
Aktuell gilt für hochverschuldete Euro-Länder: Konjunktur und Geldpolitik bestimmen die Entwicklung der Schuldenquoten. Simulationen zeigen, dass es noch Jahre mit guter Konjunktur und unterstützender Geldpolitik braucht, damit die betroffenen Länder eigenständig ihre Schuldenquote reduzieren können. Die EZB ist deshalb gut beraten, jegliches Risiko einer konjunkturellen Abkühlung in Folge einer geldpolitischen Wende zu verhindern. Ob dies langfristig stabile Schuldenquoten garantiert, steht auf einem anderen Blatt.

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