ZEW: Erwartungen steigen stark,
Ausblick bleibt negativ
In der aktuellen Septemberumfrage hat sich die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland um 6,4 Punkte verschlechtert. Der neue Wert für den Lageindikator beträgt minus 19,9 Punkte. Dies ist der niedrigste Wert seit Mai 2010.
„Die Zunahme der ZEW-Konjunkturerwartungen bedeutet keine Entwarnung bezüglich der Entwicklung der deutschen Wirtschaft im kommenden halben Jahr. Die Aussichten bleiben weiterhin negativ. Die recht starken Befürchtungen der Finanzexperten/-innen vom Vormonat hinsichtlich einer weiteren Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China haben sich jedoch nicht bewahrheitet. Es besteht noch Hoffnung, dass sich ein ungeordneter Austritt Großbritanniens aus der EU doch noch vermeiden lässt. Zudem versucht die Europäische Zentralbank durch eine weitere Lockerung der Geldpolitik die konjunkturellen Risiken im Eurogebiet zu reduzieren“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D.
Die Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone steigen ebenfalls stark an. Der Erwartungsindikator für das Eurogebiet liegt im September bei minus 22,4 Punkten und damit 21,2 Punkte höher als im Vormonat. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Eurogebiet sinkt leicht um 1,1 Punkte auf einen neuen Wert von minus 15,6 Punkten.

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