EZB: Ergebnisse des Survey of Professional Forecasters für das erste Quartal 2020 – Erwartungen zu Inflation, Wachstum und
Arbeitslosigkeit im Euro-Währungsgebiet weitgehend unverändert
Frankfurt/Main (27.1.20) – Aus der Befragung im Rahmen des von der EZB durchgeführten Survey of Professional Forecasters (SPF) für das erste Quartal 2020 ergaben sich für die jährliche HVPI-Inflation in den Jahren 2020, 2021 und 2022 Punktprognosen von im Schnitt 1,2 %, 1,4 % bzw. 1,5 %. Damit haben sich die Ergebnisse für die Jahre 2020 und 2021, für die auch in der vorangegangenen Umfrage (viertes Quartal 2019) Daten erhoben wurden, nicht verändert. Die durchschnittlichen längerfristigen Inflationserwartungen, die sich wie alle anderen längerfristigen Erwartungen in diesem SPF auf das Jahr 2024 beziehen, blieben ebenfalls unverändert bei 1,7 %.
Die Erwartungen der Umfrageteilnehmer zum Wachstum des realen BIP im Euro-Währungsgebiet lagen für die Jahre 2020, 2021 und 2022 im Durchschnitt bei 1,1 %, 1,2 % bzw. 1,4 %. Damit ergaben sich für 2020 eine geringfügige Aufwärtskorrektur und für 2021 eine leichte Abwärtskorrektur um jeweils 0,1 Prozentpunkte gegenüber der vorangegangenen Umfrage. Die durchschnittlichen längerfristigen Erwartungen zum Wachstum des realen BIP blieben mit 1,4 % stabil.
Die durchschnittlichen Erwartungen in Bezug auf die Arbeitslosenquote beliefen sich für die Jahre 2020, 2021 und 2022 auf 7,5 %, 7,4 % bzw. 7,3 % und blieben damit für 2020 und 2021 unverändert. Die längerfristigen Erwartungen für die Arbeitslosenquote wurden auf 7,3 % nach unten revidiert. Die jüngsten Erwartungen deuten nach wie vor auf einen weiteren Rückgang der Arbeitslosenquote hin.
Wenngleich die allgemeine Unsicherheit nach Einschätzung der Umfrageteilnehmer abgenommen hat, überwiegen in Bezug auf Inflation und BIP-Wachstum den Befragten zufolge weiterhin die Abwärtsrisiken.

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