Reaktionen auf EZB-Beschlüsse: IKB Deutschland – Commerzbank –

Frankfurt/Main (11.3.21) – Der Applaus blieb bislang aus. Die Reaktionen auf die Beschlüsse der Europäischen Zentralbank sind verhalten ausgefallen.

Die IKB Deutschland meint:  Der moderate Anstieg der Bundrenditen spiegelt eher eine Normalisierung der Konjunkturerwartungen, als den Beginn eskalierender Inflationssorgen. Für die EZB war jedoch selbst das Grund genug, einem weiteren Anstieg der Bundrenditen durch die Ankündigung eines größeren Aufkaufvolumens im kommenden Quartal entgegenzuwirken. Damit wird sie sicherlich kurzfristig erfolgreich sein, was den EUR/USD-Kurs weiter unter Druck setzen sollte.

So sieht die EZB kurzfristig keinen Raum für eine steilere Zinskurve, auch wenn sich die Konjunkturerwartungen zunehmend aufhellen sollten. Da die EZB jedoch keine Politik der Zinskurvenkontrolle verfolgt, sollte sich ein aufhellender Konjunkturausblick zunehmend in den Renditeniveaus zeigen – wenn auch erst in der zweiten Jahreshälfte 2021. Bedeutende Inflationsrisiken sollten sich allerdings weniger ergeben. Selbst mittelfristig weist die Euro-Zone ein defizitäres Nachfragewachstum auf, was der Güterpreisinflation entgegenwirkt.

Und Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer kommentiert:

Der moderate Anstieg der Bundrenditen spiegelt eher eine Normalisierung der Konjunkturerwartungen, als den Beginn eskalierender Inflationssorgen. Für die EZB war jedoch selbst das Grund genug, einem weiteren Anstieg der Bundrenditen durch die Ankündigung eines größeren Aufkaufvolumens im kommenden Quartal entgegenzuwirken. Damit wird sie sicherlich kurzfristig erfolgreich sein, was den EUR/USD-Kurs weiter unter Druck setzen sollte.

So sieht die EZB kurzfristig keinen Raum für eine steilere Zinskurve, auch wenn sich die Konjunkturerwartungen zunehmend aufhellen sollten. Da die EZB jedoch keine Politik der Zinskurvenkontrolle verfolgt, sollte sich ein aufhellender Konjunkturausblick zunehmend in den Renditeniveaus zeigen – wenn auch erst in der zweiten Jahreshälfte 2021. Bedeutende Inflationsrisiken sollten sich allerdings weniger ergeben. Selbst mittelfristig weist die Euro-Zone ein defizitäres Nachfragewachstum auf, was der Güterpreisinflation entgegenwirkt.