Deutsche Bank:  Vorsteuergewinn stieg um 4 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, so hoch wie seit langem nicht mehr

Frankfurt/Main (27.4.22) – Die Deutsche Bank (XETRA: DBGn.DB / NYSE: DB) hat im ersten Quartal 2022 den höchsten Quartalsgewinn nach Steuern seit 2013 erzielt. Das Vorsteuerergebnis stieg um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 1,7 Milliarden Euro. Der Nachsteuergewinn stieg um 18 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Dieses Ergebnis erreichte die Bank trotz eines Anstiegs der jährlichen Bankenabgaben um 28 Prozent auf 730 Millionen Euro, die im ersten Quartal verbucht wurden.

In diesem Quartal haben wir unsere Stärken und unsere Widerstandskraft als Globale Hausbank bewiesen. Im Zentrum stand für uns, dass unsere Kunden sich möglichst schnell auf die neue geopolitische Lage einstellen und gegen Risiken absichern konnten. Die Ergebnisse aller Geschäftsbereiche liegen im oder über dem Plan, und wir haben unseren höchsten Quartalsgewinn seit neun Jahren erzielt. Vorstandsvorsitzender Christian Sewing

Die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche Eigenkapital lag im ersten Quartal bei 7,2 Prozent, während die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE)¹ bei 8,1 Prozent lag – gegenüber 7,4 Prozent im Vorjahresquartal. Die Aufwand-Ertrag-Relation verbesserte sich auf 73 Prozent, nach 77 Prozent im ersten Quartal 2021.

Unter der Annahme einer gleichmäßigen Verteilung der Bankenabgaben für das Gesamtjahr auf die vier Quartale des Jahres 2022 läge der Vorsteuergewinn im ersten Quartal bei 2,2 Milliarden Euro. Die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital¹ läge bei 11,2 Prozent und damit deutlich über dem Ziel von 8 Prozent für 2022. Die Aufwand-Ertrag-Relation läge bei 66 Prozent, gegenüber einem Ziel von 70 Prozent für das Gesamtjahr.

Kernbank steigerte Gewinne in allen Geschäftsbereichen

In der Kernbank, die alle vier Geschäftsbereiche ohne die Einheit zur Freisetzung von Kapital (CRU) umfasst, betrug der Gewinn vor Steuern 2,0 Milliarden Euro. Damit lag das Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums – trotz eines Anstiegs der Bankenabgaben um 184 Millionen Euro auf 587 Millionen Euro. Die Erträge stiegen um 3 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro, während die zinsunabhängigen Aufwendungen um 1 Prozent auf 5,0 Milliarden Euro sanken. Die bereinigten Kosten ohne Umbaukosten und Bankenabgaben sanken um 1 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro.

Die Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital¹ lag bei 10,7 Prozent und somit über dem Ziel der Kernbank für 2022 von mehr als 9 Prozent. Im Vorjahresquartal hatte die Rendite 10,9 Prozent betragen. Die Entwicklung ist dabei auf einen Anstieg des materiellen Eigenkapitals zurückzuführen. Die Aufwand-Ertrag-Relation lag bei 69 Prozent, verglichen mit 71 Prozent im Vorjahresquartal. Unter der Annahme einer gleichmäßigen Verteilung der gesamten für das Jahr erwarteten Bankenabgaben über die Quartale läge die Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital¹ der Kernbank im ersten Vierteljahr bei 13,4 Prozent, mit einer Aufwand-Ertrag-Relation von 63 Prozent.

Die Kerngeschäftsbereiche trugen dazu wie folgt bei:

  • Unternehmensbank: Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital¹ 7,2 Prozent, Aufwand-Ertrag-Relation 70 Prozent.
  • Investmentbank: Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital¹ 16,8 Prozent, Aufwand-Ertrag-Relation 53 Prozent.
  • Privatkundenbank: Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital¹ 9,1 Prozent, Aufwand-Ertrag-Relation 77 Prozent.
  • Vermögensverwaltung: Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital¹ 25,4 Prozent, Aufwand-Ertrag-Relation 62 Prozent.

Einheit zur Freisetzung von Kapital

Die Einheit zur Freisetzung von Kapital (CRU) baute ihr Portfolio weiter ab. Die Verschuldungsposition wurde im ersten Quartal um 4 Milliarden Euro auf 35 Milliarden Euro reduziert. Die risikogewichteten Aktiva (RWA) wurden um weitere 3 Milliarden Euro abgebaut. Sie liegen nun bei 25 Milliarden Euro, einschließlich der RWA für operationelle Risiken von 19 Milliarden Euro. Die CRU übertrifft damit bereits ihre Abbauzielen für 2022 – sowohl bei der Verschuldungsposition als auch bei den RWA. Seit ihrer Gründung Mitte 2019 hat die CRU ihre Verschuldungsposition um 86 Prozent verringert und die RWA um 61 Prozent.

Die Einheit verzeichnete einen Verlust vor Steuern von 339 Millionen Euro. Dies bedeutet einen Rückgang von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, als der Verlust vor Steuern 410 Millionen Euro betrug. Hauptgrund für das verbesserte Ergebnis war ein Rückgang der zinsunabhängigen Aufwendungen im Jahresvergleich um 32 Prozent auf 337 Millionen Euro. Dies glich die nicht wiederkehrenden Erträge vor allem aus der Kostenerstattung für das Hedgefonds- Geschäft (Prime Finance) mehr als aus. Der Transfer des Hedgefonds-Geschäfts an BNP Paribas war zum Jahresende 2021 abgeschlossen worden.

Ertragswachstum in allen Kerngeschäftsbereichen

Die Erträge des Konzerns stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 1 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro und waren damit so hoch wie zuletzt im ersten Quartal 2017. Das Ertragswachstum der Kerngeschäftsbereiche konnte die negativen Erträge aus der Einheit zur Freisetzung von Kapital (CRU) und im Bereich Corporate & Other mehr als ausgleichen. In ihren Kerngeschäftsbereichen verzeichnete die Deutsche Bank folgende Ertragsentwicklung:

  • In der Unternehmensbank stiegen die Erträge gegenüber dem Vorjahresquartal um 11 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Dies bedeutet einen Höchstwert seit Beginn der Transformation im Sommer 2019 und das zweite Quartal in Folge mit einer zweistelligen Wachstumsrate. Im Bereich Corporate Treasury Services stiegen die Erträge um 14 Prozent, im Geschäft mit institutionellen Kunden (Institutional Client Services) um 11 Prozent und bei den Geschäftskunden (Business Banking) legten sie um 1 Prozent zu. Ein Treiber für den Ertragsanstieg war das Wachstum beim Geschäftsvolumen: Im ersten Quartal wuchsen die Einlagen um 5 Prozent und das Bruttokreditvolumen um 7 Prozent.
  • In der Investmentbank stiegen die Erträge gegenüber dem bereits sehr starken ersten Quartal 2021 um 7 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Die Erträge im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen (FIC) stiegen um 15 Prozent. Dies war vor allem auf das starke Wachstum im Finanzierungsgeschäft, im Handel mit Zinsprodukten, im Geschäft mit Schwellenländern und im Währungshandel zurückzuführen, das den Rückgang im Handel mit Schuldtiteln mehr als ausglich. Das Wachstum im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen überstieg den Ertragsrückgang von 28 Prozent im Beratungs- und Emissionsgeschäft, der vor allem auf einen deutlichen Rückgang im Aktienemissionsgeschäft zurückzuführen ist. Hier spiegelt sich das branchenweit geringere Provisionsaufkommen aufgrund der wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheit wider.
  • In der Privatkundenbank stiegen die Erträge im Vorjahresvergleich um 2 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. In der Privatkundenbank Deutschland legten sie um 1 Prozent zu, während sie in der Internationalen Privatkundenbank um 4 Prozent stiegen. Das Nettoneugeschäft lag bei 13 Milliarden Euro. Haupttreiber waren Nettomittelzuflüsse in Anlageprodukte von 9 Milliarden Euro und Nettoneukredite im kundenbezogenen Geschäft von 3 Milliarden Euro. Dieses höhere Geschäftsvolumen wird voraussichtlich in den kommenden Quartalen zur Ertragsbasis beitragen.
  • In der Vermögensverwaltung stiegen die Erträge um 7 Prozent auf 682 Millionen Euro. Die Einnahmen aus Verwaltungsgebühren stiegen um 13 Prozent auf 621 Millionen Euro. Sie konnten den Rückgang der performancebezogenen und transaktionsabhängigen Gebühren von 34 Prozent mehr als ausgleichen, der auf den Wegfall erheblicher performanceabhängiger Gebühren aus dem Vorjahresquartal zurückging. Die Nettoabflüsse lagen bei 1 Milliarde Euro, vornehmlich in Geldmarkt- und festverzinslichen Produkten. Ohne Geldmarktfonds verzeichnete die Sparte Nettozuflüsse von 5,7 Milliarden Euro. Das verwaltete Vermögen lag zum Ende des Quartals bei 902 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorquartal entspricht dies einem Rückgang von 3 Prozent; verglichen mit dem Vorjahresquartal stieg das verwaltete Vermögen um 10 Prozent oder 82 Milliarden Euro.

Weitere Fortschritte und vorgezogene Ziele bei nachhaltigen Finanzierungen

Nachhaltige Finanzierungen und Anlagen (ESG)² lagen im ersten Quartal bei 20 Milliarden Euro (ohne DWS) und erreichten ein kumuliertes Volumen von 177 Milliarden seit Anfang Januar 2020. Die Geschäftsbereiche trugen wie folgt zu diesem Wachstum bei:

  • Die Unternehmensbank kam auf 4 Milliarden Euro an nachhaltigen Finanzierungen; damit erhöhte sich das kumulierte Volumen seit Anfang 2020 auf 30 Milliarden Euro.
  • In der Investmentbank betrug das Volumen an nachhaltigen Finanzierungen und Kapitalmarkt-Emissionen 11 Milliarden Euro, was einem kumulierten Volumen von 98 Milliarden Euro entspricht.
  • In der Privatkundenbank stieg das nach ESG-Standards verwaltete Vermögen um 4 Milliarden Euro. Hinzu kam 1 Milliarde Euro an nachhaltigen Krediten. Somit erhöhte sich das kumulierte Volumen auf 50 Milliarden Euro.

Auf ihrem Investorentag am 10. März 2022 hat die Deutsche Bank ihre Ziele für die Volumina bei nachhaltigen Finanzierungen und Anlagen vorgezogen – dies bereits zum zweiten Mal. Bis Ende 2022 strebt die Bank ein kumuliertes Volumen von mehr als 200 Milliarden Euro seit Januar 2020 an – ein Jahr früher als geplant. Für die Jahre 2023 bis 2025 will die Bank pro Jahr ein zusätzliches Volumen von jeweils 100 Milliarden Euro ermöglichen. Somit soll zum Jahresende 2025 ein kumuliertes Volumen von mehr als 500 Milliarden Euro seit Januar 2020 erreicht werden. Die Bank erwartet, dass die nach dem Nachhaltigkeitsrahmenwerk klassifizierten Finanzierungen und Investitionen im Jahr 2025 Erträge von mehr als 1,5 Milliarden Euro einbringen werden.

Aufwendungen trotz höherer Bankenabgaben gesunken

Die zinsunabhängigen Aufwendungen sind im Jahresvergleich um 4 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro gesunken, trotz des bereits erwähnten Anstiegs der Bankenabgaben um 159 Millionen Euro auf 730 Millionen Euro. Die bereinigten Kosten ohne Umbaukosten und Bankenabgaben1 sanken um 3 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Zum Ende des ersten Quartals hatte die Deutsche Bank bereits 98 Prozent der gesamten Umbaukosten verarbeitet, die sie bis zum Jahresende 2022 erwartet.

Höhere Kreditrisikovorsorge spiegelt vorwiegend die Wirtschaftslage wider

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft stieg im ersten Quartal auf 292 Millionen Euro, nach 69 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Dieser Anstieg geht auf Zuführungen von 178 Millionen Euro bei Krediten zurück, die weiterhin bedient wurden (Stufe 1 und 2). Im Vorjahreszeitraum wurden hier Nettoauflösungen von 95 Millionen Euro verzeichnet. Diese Entwicklung spiegelt hauptsächlich die makroökonomische Unsicherheit wider, die sich in einer veränderten Bonitätseinstufung von Kunden und so genannten Overlays niederschlug. Dies wurde zum Teil ausgeglichen durch den Rückgang der Risikovorsorge für leistungsgestörte Kredite (Stufe 3) um 30 Prozent auf 114 Millionen Euro, vor allem durch einige größere Auflösungen in der Investmentbank.

Risiko gegenüber Russland weiter reduziert

Im Quartalsverlauf hat die Deutsche Bank ihr Risiko gegenüber Russland weiter verringert:

  • Das Brutto-Kreditengagement wurde um 5 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro reduziert – mit einer minimalen Risikoposition in Russland selbst. Der Rest entfällt auf Kredite an russische Tochtergesellschaften von internationalen Unternehmen, die vorwiegend durch Garantien der Muttergesellschaften abgesichert sind.
  • Das Netto-Kreditengagement sank im Quartal um 21 Prozent auf 0,5 Milliarden Euro, was Rückzahlungen und die aktive Steuerung des Risikos widerspiegelt.
  • Weitere verbleibende Risiken (Additional Contingent Risk) wurden um 35 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro reduziert. Nicht gezogene Kreditzusagen gingen auf 0,8 Milliarden Euro zurück und waren zum Großteil durch Exportgarantien von Kreditagenturen und vertragliche Regelungen abgesichert. Die Garantien der Bank sanken um zwei Drittel auf 0,2 Milliarden Euro, hauptsächlich durch auslaufende Verträge.

Die Barguthaben in Rubel bei der russischen Zentralbank beliefen sich zum Quartalsende auf 0,9 Milliarden Euro, was in erster Linie auf Einlagen von Bestandskunden zurückzuführen ist. Alle wesentlichen Derivatepositionen wurden abgewickelt, und das Marktrisiko in Bezug auf Russland bleibt gering. Die Bank setzt die von den westlichen Regierungen verhängten Sanktionen vollumfänglich um, kümmert sich um ihre Mitarbeiter vor Ort und investiert weiter in die Steuerung von Technologie-, Cyber- und anderen Risiken. Die Bilanzsumme der Deutschen Bank Moskau blieb mit 1,5 Milliarden Euro unverändert, und die lokale Kapitalposition von 0,2 Milliarden Euro war vollständig gegen Wechselkursschwankungen abgesichert.

Unterstützung für die Ukraine

Die Deutsche Bank hält ihren Geschäftsbetrieb in der Ukraine weiterhin aufrecht und hat Maßnahmen ergriffen, um ihren Mitarbeitern und Familien vor Ort zu helfen. Beispiele für die Initiativen der Bank und ihrer Mitarbeiter:

  • Die Deutsche Bank hat 1 Million Euro für Hilfsmaßnahmen in der Ukraine gespendet. Dazu kamen 500.000 Euro aus einer globalen Spendenkampagne der Mitarbeiter. Die Spenden gehen an das Deutsche Rote Kreuz, das International Medical Corps und andere internationale Hilfsorganisationen, die vor Ort oder in Nachbarländern tätig sind.
  • Die Bank unterstützt mit ihrem RestCent-Programm in Deutschland die Hilfsorganisation Wellcome, die geflüchteten ukrainischen Müttern mit ihren Kindern hilft.
  • Die Bank bietet Geflüchteten aus der Ukraine kostenfreie Girokonten an. Diese können in Abstimmung mit der Bundesregierung in einem vereinfachten Verfahren eröffnet werden. Zudem erstattet die Bank Transaktionsgebühren für Überweisungen in die Ukraine zurück.
  • Mitarbeiter*innen der Bank unterstützen mit Technologie-Expertise das kostenfreie Internetportal der Hilfsorganisation JobAidUkraine, das ukrainischen Geflüchteten helfen soll, Arbeit zu finden.

Kapital und Liquidität im Einklang mit Zielen

Die harte Kernkapitalquote der Bank (CET1) lag zum Quartalsende bei 12,8 Prozent, nach 13,2 Prozent im Vorquartal. Rund die Hälfte dieses Rückgangs ist auf Modellanpassungen der Europäischen Zentralbank zurückzuführen. Darüber hinaus ging der Rückgang auf höhere risikogewichtete Aktiva in Folge des Geschäftswachstums zurück. Außerdem kam es in Verbindung mit dem Krieg in der Ukraine zu einem negativen Effekt bei Kreditbewertungen und zu höheren Anpassungen bei der vorsichtigen Bewertung der zum Fair Value bilanzierten Vermögenswerte (Prudent Valuation Adjustments). Die erhebliche organische Kapitalbildung durch Gewinne wurde zum Großteil ausgeglichen durch Aktienrückkäufe, Abzugsposten für Dividenden und zukünftige Kuponzahlungen für AT1-Anleihen sowie aktienbasierte Vergütung.

Am 26. Januar 2022 hatte die Deutsche Bank ein Rückkaufprogramm über 300 Millionen Euro angekündigt – als Teil ihres Ziels, bis Ende des Jahres rund 700 Millionen Euro an Kapital an ihre Aktionäre zurückzugeben. Zum Ende des ersten Quartals hatte sie das Rückkaufprogramm zu rund 50 Prozent umgesetzt, im April 2022 wurde es abgeschlossen.

Die Verschuldungsquote der Bank sank zum Ende des ersten Quartals auf 4,6 Prozent, nach 4,9 Prozent im Vorquartal. Diese Entwicklung war vor allem auf das um 1,75 Milliarden Euro gesunkene AT1-Kapital zurückzuführen, nachdem die Bank im ersten Quartal angekündigt hat, eine Anleihe aus dem Jahr 2014 zu tilgen. Zugleich stieg die Verschuldungsposition um 2 Prozent aufgrund des Kreditwachstums und anderer Geschäftsaktivitäten in der Kernbank.

Die Liquiditätsreserven lagen zum Ende des ersten Quartals bei 246 Milliarden Euro, verglichen mit 241 Milliarden Euro zum Ende des Vorquartals. Diese Reserven schließen liquide Vermögenswerte von hoher Qualität von 214 Milliarden Euro ein. Die Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio) betrug 135 Prozent und lag damit um 55 Milliarden Euro über der regulatorischen Anforderung von 100 Prozent. Die strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio) lag mit 121 Prozent am oberen Ende der Zielspanne der Bank von 115 bis 120 Prozent. Dies entspricht einem Puffer von 106 Milliarden Euro gegenüber den aufsichtsrechtlichen Anforderungen.