Wirtschaftsweise Monika Schnitzer:

Inflations-Spitze überwunden –

Lob für EZB

Frankfurt/Main (26.1.23)/PK – Für Monika Schnitzer liegt das Schlimmste hinter uns. Die Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, volkstümlich  Wirtschaftsweise, sieht die Spitze der Inflation überwunden. Zwar könne die Inflation im Januar und Februar noch einmal steigen, sie werde aber dank der Gaspreisbremse im März dann wieder – deutlich – sinken. Ausdrücklich lobte Monika Schnitzer die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Diese habe zwar spät, aber mit ihren hohen Zinserhöhungen richtig gehandelt. Schnitzer drängt die EZB zu weiteren Zinsschritten.  „Wir sind noch nicht am Ende (der Zinserhöhungen: red)“, prophezeite die oberste Wirtschaftsweise am Mittwoch im Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten.

Am gleichen Tag hatte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck in Berlin seinen Jahreswirtschaftsbericht vorgelegt und darin für das laufende Jahr ein Mini-Wachstum von 0,2 Prozent vorhergesagt, statt des noch vor Wochen befürchteten Rückgangs von 0,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer teilt Habecks Konjunkturoptimismus, mochte aber noch keine Vorhersage treffen, weil sie der Konjunkturprognose des Sachverständigenrates nicht vorgreifen wollte. Die Prognose wird in wenigen Wochen vorgelegt werden.  Für Schnitzer steht freilich fest: „Das vierte Quartal 2022 ist besser gelaufen als gedacht und es wurde – dank des milden Winters – weniger Gas verbraucht. „