Creditreform:
Deutsche Unternehmen zahlen zügiger
Neuss (23.11.23) – Die deutschen Unternehmen hatten im dritten Quartal 2023 eine bessere Zahlungsmoral als im Vorjahreszeitraum. Der Zahlungsverzug hat sich trotz der zahlreichen Krisen wie der anhaltenden Inflation, steigenden Zinsen und einem wirtschaftspolitischen Schlingerkurs deutlich reduziert. Die Unsicherheit spielt dabei aber eine große Rolle.
Fraglich bleibt nun, in welche Richtung sich das Zahlungsverhalten weiterentwickelt. Innerhalb der Branchen gibt es erhebliche Unterschiede bei Lage und Erwartungen. Anders ausgedrückt, wir haben Verlierer, aber eben auch Gewinner der jetzigen Situation. Beispielhaft dafür stehen die Entwicklungen im Baugewerbe.
Bei den Bundesländern gibt es bei der Zahlungsmoral große Differenzen. Vor allem die Betriebe in Bayern (7,2 Tage), Rheinland-Pfalz (7,1 Tage) und vor allem Baden-Württemberg (6,8 Tage) zahlten branchenübergreifend im dritten Quartal 2023 am schnellsten. Am anderen Ende der Skala rangiert Brandenburg (9,1 Tage) vor Mecklenburg-Vorpommern (9,2 Tage) und natürlich dem Schlusslicht Berlin mit ganzen 10,6 Tagen Verzug.
Erläuterungen:
Grundlage für die Berechnung des Zahlungsverhaltens ist das Debitorenregister (DRD) von Creditreform, in dem monatlich ca. 22 Millionen branchenübergreifende Zahlungserfahrungen über deutsche Unternehmen ausgewertet werden. Der Zahlungsverzug eines im DRD gespeicherten Zahlungsbelegs wird in Tagen dargestellt und ermittelt sich aus der Differenz zwischen dem vereinbarten Zahlungsziel und dem tatsächlichen Zahlungseingang.

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