Frankfurt/Main (24.7.15) – Im Jahr 2014 hat sich der leichte Konsolidierungsprozess im Bankensektor fortgesetzt. Im Jahresverlauf sank die Gesamtzahl der Kreditinstitute von 2.029 um 39 auf 1.990 Institute[1]. Dies entspricht einem Rückgang von 1,9 % im Jahr 2014 gegenüber 1,2 % im Jahr 2013. Innerhalb der vergangenen fünfundzwanzig Jahre reduzierte sich die Gesamtzahl der Institute damit von 4.750 um über die Hälfte.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 19 Zugänge sowie 58 Abgänge verzeichnet. Von den Abgängen sind 31 (zum Vergleich 2013: 23) auf Fusionen und Geschäftsaufgaben im genossenschaftlichen Sektor zurückzuführen. Das entspricht einem Rückgang bei den Kreditgenossenschaften um 2,1 %. Im Bereich der Sparkassen verschmolz ein Institut (2013: 6) mit einem anderen Institut derselben Bankengruppe. Insgesamt nahm die Anzahl der Kreditbanken im Jahr 2014 um drei (2013: plus 2) auf 391 Banken ab. Dabei entfielen 16 Zugänge sowie 13 Abgänge auf die „Zweigstellen ausländischer Banken und Wertpapierhandelsbanken“. Die Zahl der „Regional- und Wertpapierhandelsbanken und sonstigen Kreditbanken“ war bei drei Zu- und acht Abgängen mit 201 leicht rückläufig. Die Gesamtzahl der „Sonstigen Banken“ nahm um fünf auf 122 ab – aufgrund von Umstrukturierungen wird eine Bürgschaftsbank nunmehr den „Regional- und Wertpapierhandelsbanken und sonstigen Kreditbanken“ zugeordnet.

Anzahl inländischer Zweigstellen sinkt erneut

Die Anzahl der inländischen Zweigstellen verringerte sich im Jahr 2014 um 894 bzw. 2,5 % (2013: 87 bzw. 0,2 %) auf 35.302 Zweigstellen. Die auffallend geringe Reduzierung im Vorjahr erklärte sich durch einen Anstieg der auch als Zweigstellen zählenden, Bankgeschäfte anbietenden Partnerunternehmen einer Großbank, der die Filialschließungen in den anderen Banksektoren nahezu kompensierte.

In allen Sektoren des Kreditgewerbes mit Ausnahme der „Zweigstellen ausländischer Banken und Wertpapierhandelsbanken“ (plus 16) sank die Zahl der Filialen per Saldo. Der größte Rückgang war im Sparkassenbereich (einschließlich Landesbanken: minus 398) zu verzeichnen.

Auch im genossenschaftlichen Sektor erfolgte eine deutliche Verringerung um 272 Filialen. Die Anzahl der Zweigstellen der Kreditbanken verringerte sich um 190 Filialen, davon entfielen 167 auf Großbanken. Bei den Bausparkassen war im privaten Bereich eine Reduzierung um 18 auf 917 und im Bereich der öffentlichen Bausparkassen um acht auf 681 Filialen zu verzeichnen. Die Zahl der „Sonstigen Institute“ (außer Bausparkassen) nahm um acht Zweigstellen ab.

Die öffentlich-rechtlichen Institute des Sparkassenbereichs verfügen mit 12.359 Filialen weiterhin über die größte Filialzahl (Anteil: 35,0 %). Der genossenschaftliche Sektor unterhält 11.280 Filialen und kommt damit auf einen Anteil von 32,0 %. Auf den Bereich der Kreditbanken entfallen 9.978 Zweigstellen, dies entspricht einem Anteil von 28,3 % (im Vorjahr 28,1 %). Die Großbanken stellen mit 7.443 Filialen nach wie vor den größten Anteil unter den Kreditbanken.

Von den verbleibenden 1.685 Zweigstellen (2013: 1.719) der sonstigen Kreditinstitute betreffen allein 1.598 die privaten und öffentlichen Bausparkassen.

Weniger Auslandstöchter und Auslandsfilialen

Der abnehmende Trend der Auslandspräsenz deutscher Kreditinstitute setzte sich im vergangenen Jahr über alle Bankengruppen fort. Die Anzahl der im Ausland ansässigen Tochterunternehmen[2] verringerte sich 2014 um 15 auf nunmehr 189 Institute.

Hingegen reduzierte sich im vergangenen Jahr die Zahl der Filialen deutscher Kreditinstitute im Ausland nur leicht um sechs auf 246 Institute. Über zwei Drittel aller Auslandsfilialen sowie knapp die Hälfte der Auslandstöchter befinden sich in Europa, vornehmlich in Ländern der Europäischen Union.

Fußnoten: Veränderungen werden als Nettowerte aus Zu- und Abgängen angegeben. Beteiligung an einem ausländischen Kreditinstitut mit mehr als 50 %.