Frankfurt/Main/ München (17.12.15) – Es besteht durchaus Grund zur Zuversicht hinsichtlich der wirtschaftlichen Perspektiven 2016. Trotz der rückläufigen Rohstoffpreise sind die deflationären Risiken in Europa weiter auf dem Rückzug. Unternehmen und Verbraucher sind deutlich optimistischer als noch vor ein, zwei Jahren. Die Binnenkonjunktur ist angesprungen, der niedrige Ölpreis hilft der Wirtschaft und die Zahl der Arbeitsplätze steigt deutlich. „Der Aufschwung wird 2016 in der EWU nicht nur an Schwung und Breite, sondern auch an Stabilität gewinnen und damit zunehmend selbsttragend“, sagte Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz. Mit 1,8% dürfte die Wirtschaft im Euroraum 2016 stärker wachsen als 2015 (+1,5%). Dieses Expansionstempo dürfte sich auch im Jahr 2017 fortsetzen.
Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem anhaltenden Aufschwung: Die Beschäftigung nimmt in nahezu allen größeren Wirtschaftszweigen zu, sämtliche Verwendungskomponenten des Bruttoinlandsprodukts verzeichnen Zuwächse. Dazu kommen Impulse durch die weiter extrem expansive Geldpolitik, die beschlossenen finanzpolitischen Maßnahmen (investive Maßnahmen, Entlastungen in der Einkommenssteuer) und der hohen Ausgaben infolge der Flüchtlingsmigration. Zudem verfügt die Exportwirtschaft trotz der gedämpften Weltkonjunktur durch den verhältnismäßig niedrigen Außenwert des Euro über eine recht gute preisliche Wettbewerbsfähigkeit. In der Summe erwarten wir eine weitere Kräftigung des Wachstums im kommenden Jahr. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte 2016 um 2,2% zunehmen, im Jahr 2017 rechnen wir mit einem Wachstum von 1,9%.

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