CFS-Index gibt leicht nach – Finanzinstitute
erwarten Umsatz- und Ertragsrückgang trotz
positivem Quartalsergebnis
Frankfurt/Main (25.1.16) – Der CFS-Index, der vierteljährlich das Geschäftsklima der deutschen Finanzbranche abbildet, sinkt leicht um 0,9 Punkte auf 112,9 Punkte. Dabei weichen die Erwartungen stark von der aktuellen, positiven Lage der befragten Finanzinstitute und Dienstleister ab. Die Unternehmen können ihre Umsätze bzw. ihr Geschäftsvolumen deutlich ausbauen. Andererseits erwarten besonders die Finanzinstitute einen starken Rückgang für das laufende Quartal. Das Investitionsvolumen bleibt hingegen nahezu unverändert. Auch der Stellenabbau fällt bei den Finanzinstituten niedriger aus als erwartet und signalisiert nach erheblichen personellen Einschnitten in 2015 mit 100 Punkten nun eine neutrale Stimmungslage.
„Die wachsende Verunsicherung zur wirtschaftlichen und politischen Situation in Deutschland fordert ihren Tribut auch in der Finanzbranche: Obwohl sich die Wertschöpfung in der Finanzwirtschaft gut entwickelte, sind die Erwartungen für das kommende Quartal eingetrübt“, kommentiert Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies und wissenschaftlicher Leiter der Umfrage, die Ergebnisse.
CFS-Umfrage: Finanzplatz Frankfurt soll im Umgang mit Fintechs eine stärkere Rolle spielen
Die deutsche Finanzbranche spricht sich mit großer Mehrheit (80%) dafür aus, dass der Finanzplatz Frankfurt eine stärkere Rolle im Umgang mit Fintech Unternehmen spielen soll, auch wenn dies einen Einsatz öffentlicher Mittel erfordert. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Center for Financial Studies unter Finanzinstituten und Dienstleistungsunternehmen. Für Zweidrittel der Entscheidungsträger (67%) aus der Finanzbranche zählt die Digitalisierung bei den zu tätigenden Investitionen zu den Top-Themen.
„Eine starke Fraktion der Befragten spricht sich für eine Förderung von Fintech-Firmen aus. Es wird interessant sein zu beobachten, ob hier der Finanzplatz Frankfurt mit Berlin mithalten kann“, kommentiert Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies und wissenschaftlicher Leiter der Umfrage.

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