
Verlags-Zentrale der dfv Mediengruppe am Finanzplatz Frankfurt – Foto: Thomas Fedra-dfv
Frankfurt/Main (17.3.16)/PK – Aktueller hätte das Thema nicht sein können. Zum Auftakt ihrer neuen Talk-Runde „Frankfurter Finanzplatzgespräch“ provozierte die gastgebende dfv-Mediengruppe mit der Frage, ob Europa auseinanderfalle. Vor einigen Wochen wäre die Frage noch ziemlich absurd gewesen. Am Mittwochabend, einen Tag vor dem EU-Flüchtlings-Gipfel, war sie es nicht mehr. — Die Kunst, die richtigen Fragen zur richtigen Zeit zu stellen, den Nerv zu treffen, journalistisch minimal-invasiv vorzugehen, diese Kunst beherrscht die dfv-Mediengruppe seit Jahrzehnten. In sehr vielen Branchen kennen sich die Redakteure der einschlägigen Fachzeitschriften bestens aus. Daher sind die Fachzeitschriften Lebensmittel-Zeitung, Textil-Wirtschaft, Horizont oder Immobilien-Zeitung längst zu Pflichtlektüren der Entscheider geworden. – Unverständlich, dass die am wichtigsten deutschen Finanzplatz Frankfurt beheimatete Mediengruppe bislang nichts Mediales für die Finanzbranche zu bieten hatte. Bislang, wohlgemerkt. Denn mittelerweile sucht die dfv-Mediengruppe auch dort ihr verlegerisches Glück.
Dafür hat sie sich die Maleki-Group einverleibt. Erst über eine Mehrheitsbeteiligung, inzwischen komplett. Jeder Banker im Lande kennt die Maleki-Group. Zumindest indirekt. Denn die Gruppe richtet seit langem alljährlich im Herbst die European Finance Week aus. Und nicht nur sie. Firmengründer Nader Maleki hat ein sensibeles Gespür für Neues. Was er erst jüngst wieder bewiesen hat. Nader Maleki hat iranische Wurzeln. Da lag es auf der Hand, dass er kurz nach dem Ende der Sanktionen gegen den Iran unlängst die erste deutsch-iranische Finanz-Konferenz in Teheran veranstaltete.
An Ort und Stelle sein, längst bevor die Konkurrenz da ist, die Rolle des Platzhirschen einnehmen: das haben Maleki und dfv-Mediengruppe bereits vielfach und immer wieder aufs Neue bewiesen. — Doch dieses Mal trotten sie hinterher. Denn das „Frankfurter Finanzplatzgespräch“ muss sich hintanstellen, weil „Handelsblatt“, „Börsen-Zeitung“, „Süddeutsche Zeitung“, „Die Zeit“, „FAZ“, Frankfurt School, Center for Financial Studies, Deutsches Aktieninstitut, DVFA, BVI, Deutsche Bundesbank und- dann und wann- auch die EZB längst (fast) alle Finanz-Banken-Themen abdecken. Ob als Konferenz, Talkrunde oder Symposium. Das „Frankfurter Finanzplatzgespräch“ reiht sich nun ganz hinten ein. Zunächst jedenfalls. Mal sehen, wie’s weitergehen wird. Wir wünschen den Initiatoren viel Glück.

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