Rekordergebnis am Investmentmarkt in Brüssel
Frankfurt/München (28.4.16) – Das Investmentvolumen für Gewerbeobjekte in Brüssel hat im vierten Quartal 2015 einen neuen Rekord erreicht. Die Renditen könnten im laufenden Jahr auf das letzte Hoch von vor der Finanzkrise fallen. Investoren haben laut der internationalen Immobilienberatung Knight Frank 2015 Gewerbeimmobilien mit einem Transaktionsvolumen von insgesamt 1,8 Milliarden Euro in Brüssel erworben. Das ist ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit 1,37 Milliarden Euro entfiel der Löwenanteil dabei erneut auf Bürohäuser.
Im vierten Quartal 2015 wurde mit einem Umsatz von 716 Millionen Euro ein neuer Rekord erreicht. Er
kam durch einen Reihe von großen Geschäften zustande. Hierzu zählen auch die Verkäufe der drei
Gebäude Ellipse, Covent Garden North und Entrepôt Royal mit einem Volumen von jeweils mehr als
100 Millionen Euro. Die Zahl der Transaktionen ist durch die hohe Nachfrage nach Büroobjekten von
51 in 2014 auf 63 in 2016 gestiegen. Dabei hat auch das Kapital aus dem Ausland um weitere 8
Prozentpunkte auf insgesamt 86 Prozent zugelegt. Der Erwerb der Ellipse durch Fubon Financial steht
exemplarisch für das steigende Interesse der Asiaten an Brüssel.
In diesem Marktumfeld sind die Spitzenrenditen gesunken. Im Bürosektor haben sie 2015 für beste
Objekte mit einer Standardlaufzeit der Mietverträge um 40 Basispunkte auf 5,6 Prozent zum
Jahresende nachgegeben, im Logistikbereich sind sie auf 6,5 Prozent und im Top-
Einzelhandelssegment auf 3,75 Prozent gefallen. Im Leopold-Distrikt und in der Peripherie wurden bei
den Verkäufen des Gateway und des Livingstone II sogar Renditen von unter 5 Prozent erzielt –
allerdings lagen die Mietvertragslaufzeiten bei beiden Objekte über dem Standard.
Trotz der guten Ergebnisse auf dem Investmentmarkt in 2015 und einer ungebrochen hohen
Nachfrage geht Knight Frank davon aus, dass das Transaktionsvolumen im laufenden Jahr
zurückgehen wird. Das liegt vor allem an einem mangelnden Objektangebot über alle
Immobiliensegmente hinweg. Daher werden die Renditen voraussichtlich weiter fallen. Zur
Jahresmitte könnten sie sich für Top-Bürogebäude in besten Lagen 5,25 Prozent annähern und damit
das letzte Hoch von 2006 erreichen.

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