HansaInvest:  Konjunkturdaten könnten Anleger positiv überraschen

 

Hamburg (18.5.16) – Die internationalen Aktienmärkte könnten in den kommenden Monaten positiv überraschen. „Anleger sollten sich vom Fehlstart der Börsen zu Jahresbeginn nicht zu sehr verunsichern lassen“, rät Philipp van Hove von der Hamburger Kapitalverwaltungsgesellschaft HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH. Der Portfoliomanager der beiden risikominimierenden Aktienfonds HANSAsmart Select E und HANSAsmart Select G schließt positive Überraschungen auch bei den Unternehmensgewinnen nicht aus: „Denn sowohl in den USA als auch in Europa haben die Analysten ihre Erwartungen diesbezüglich stark zurückgenommen.“

Philipp van Hove zeigt zwar Verständnis für die Skepsis mancher Investoren: „Die Schlagzeilen über politische oder wirtschaftliche Unsicherheiten schüren Emotionen und ziehen Kursschwankungen nach sich.“ Die erhöhte Volatilität werde die Märkte vermutlich auch in den kommenden Monaten prägen, zumal die Stimmung in Europa unter eher mauen Konjunkturdaten und dem wieder stärkeren Euro gelitten habe. Die Rohstoffnotierungen hätten sich hingegen deutlich erholt. „Mit der Entspannung dort ging eine Stabilisierung der Finanzmärkte in wichtigen Schwellenländern einher.“

China setzt weiterhin Wachstumsimpulse

Relativieren müsse man auch die Befürchtung, China könne den Aufschwung der Weltwirtschaft gefährden. „China ist von einem Schwellenland zu einer sehr bedeutenden Volkswirtschaft herangewachsen. Ein Rückgang der Zuwächse des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in Bereiche um sechs Prozent sollte als Normalisierung betrachtet werden“, so van Hove. Aufgrund seiner schieren Größe könne das asiatische Land der Weltwirtschaft weiterhin bedeutende Wachstumsimpulse geben. In Europa wiederum hätten viele Unternehmen ihre Effizienz steigern können. „Dieses zusätzliche Ertragspotenzial trifft auf sehr niedrige Erwartungen an die Firmengewinne, sodass im weiteren Jahresverlauf steigende Aktiennotierungen ein durchaus wahrscheinliches Szenario sind.“

Nach Einschätzung des Portfoliomanagers führt an Aktien auch aus einem weiteren Grund kaum ein Weg vorbei. „Es befindet sich sehr viel Geld im Umlauf, für das aussichtsreiche Anlagemöglichkeiten gesucht werden.“ Wegen der anhaltenden Niedrigzinsen und der expansiven Politik der Notenbanken dürften daher weiterhin hohe Summen in Dividendentitel fließen.

Schwankungsintensität lässt sich dämpfen

Trotz ihrer offenkundigen Vorzüge schrecken einige Anleger und Investoren weiterhin vor einem stärkeren Engagement in Aktien zurück, weil sie deren Schwankungsrisiken scheuen. „Die langfristigen Folgen plötzlich auftretender Verwerfungen werden aber regelmäßig überschätzt“, beobachtet van Hove. In der Vergangenheit hätten die Börsen selbst schwere Krisen weggesteckt und sich immer wieder erholt. Der Kapitalmarkt verhalte sich hier sehr effizient. „Der einzelne Investor neigt dagegen in Stresssituationen zu Panikreaktionen, folgt dem Herdentrieb und verkauft schlimmstenfalls genau zum ungünstigsten Zeitpunkt“, so der Portfoliomanager.