Bankhaus Metzler:

Mit gutem Start ins neue Geschäftsjahr

Emmerich Müller – Fotos: Bankhaus Metzler

Frankfurt/Main (25.5.16) – „Wir hatten einen guten Start ins neue Jahr und sind für die Entwicklung unserer Kerngeschäftsfelder im Jahr 2016 optimistisch gestimmt“, so Emmerich Müller, Partner des Bankhauses Metzler, anlässlich des Jahrespressegesprächs 2016 in Frankfurt am Main. Metzler sei auf Verlässlichkeit, Nachhaltigkeit und Kontinuität ausgerichtet. Zentraler Erfolgsfaktor in allen Bereichen bleibe die Unabhängigkeit. So könne Metzler ausschließlich im Sinne der Kunden agieren, betonte Müller, der über ein erfolgreiches Geschäftsjahr berichtete.

Wie immer werde eine Dividende von nur 2,3 Mio. EUR an die Aktionäre ausgeschüttet. Das Provisionsergebnis stieg um 22 % von 150 Mio. EUR auf 183 Mio. EUR. Neben den Provisionserlösen aus der Vermögensverwaltung erhöhten sich insbesondere die transaktionsbezogenen Provisionserlöse sehr deutlich. Dies sei nicht nur auf einen erfreulichen Zuwachs der verwalteten Vermögen und eine generelle Belebung im Geschäft mit bestehenden Kunden zurückzuführen, sondern auch auf die sehr zufriedenstellende Entwicklung neuer Geschäfte. Das Zinsergebnis lag im Berichtsjahr mit 16 Mio. EUR erwartungsgemäß leicht unter dem Vorjahresergebnis von 18 Mio. EUR.
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen inklusive Abschreibungen auf Sachanlagen lagen mit 160 Mio. EUR leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs im Jahresdurchschnitt leicht – um 2 % auf über 780. Insgesamt betragen die in der Bilanz offen ausgewiesenen Eigenmittelbestandteile weiterhin gut 200 Mio. EUR. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel des Bankhauses und der Metzler-Finanzholding-Gruppe übersteigen mit insgesamt 196 Mio. EUR die Mindestanforderungen weiter deutlich und bestehen ausschließlich aus hartem Kernkapital. „Mit einer Kernkapitalquote von über 20 % sehen wir uns für bestehende und künftige aufsichtsrechtliche Anforderungen weiterhin gut gerüstet“, so Emmerich Müller weiter. Gemäß der langjährigen Praxis bei Metzler seien auch im Jahr 2015 weitere stille Reserven nach § 340f HGB dotiert worden.

Im Geschäftsfeld Asset Management stiegen im Berichtsjahr 2015 die Total Assets um gut 11 % auf 64 Mrd. EUR. Die Zuwächse seien sowohl auf institutionelle Mandate als auch auf Publikumsfonds zurückzuführen. Das zusätzlich über die Fondshandelsplattform Metzler Fund Xchange verwaltete Volumen stieg auf über 14 Mrd. EUR. Im Fokus hätten institutionelle Kunden und Finanzintermediäre gestanden, die aufgrund niedriger Renditen und regulierungsbedingter Anforderungen individuelle Konzepte für ihr Portfoliomanagement suchen würden.

Das Pension Management bündele die Kapitalmarktnähe von Metzler Asset Management, die Depotbankfunktion des Bankhauses Metzler und seine IT-Kompetenz und verwalte für rund 60 Kunden ein Volumen von knapp 2 Mrd. EUR. Die Metzler Pensionsfonds AG habe 2015 Verträge für über 4.000 Versorgungsberechtigte abgeschlossen. Der Metzler Trust e. V. sei als überbetrieblicher Treuhänder von der Bayer AG bei der Ausgliederung der Bayer MaterialScience als Nachfolgetreuhänder für alle Versorgungsbereiche mandatiert worden.

Auch das Thema Fonds-Vermögensverwaltung finde nach wie vor starken Zuspruch: Dieses Konzept mit flexibler Steuerung der Aktienquote werde inzwischen auch Banken und anderen Finanzintermediären in vielfältigen Varianten angeboten.

Im nordamerikanischen Immobiliengeschäft betreue Metzler Asset Management seine Kunden aus den Standorten Seattle und Atlanta heraus in allen Segmenten der Wertschöpfungskette: Akquisition, Asset-Management und Verkauf von Gewerbeimmobilien. Hier habe das Geschäftsfeld an der sehr dynamischen Entwicklung in den USA partizipiert – sowohl mit Blick auf die Zahl der Transaktionen als auch auf das Volumen – und gemeinsam mit seinen Kunden ein sehr gutes Ergebnis erzielt.

Die Kunden von Metzler Capital Markets schätzen, so Müller, den umfassenden Service aus einer Hand für das Aktien-, Renten- und Devisengeschäft. Für den Bereich Equities habe sich das Jahr 2015 herausfordernd gestaltet, aufgrund des allgemein stagnierenden Handelsvolumens an den klassischen Cash-Equities-Börsenmärkten. Metzlers Kunden wüssten allerdings die Kompetenz des unabhängigen Researchteams speziell für den deutschen Aktienmarkt und seine Besonderheiten zu schätzen. Die Coverage umfasse heute neben den DAX-Werten ein breites Spektrum an Mid und Small Caps. Neue Kunden habe Metzler Capital Markets vor allem in Großbritannien hinzugewonnen.

Der Bereich Fixed Income habe ein Ergebnis deutlich über Plan erzielt. Der Bereich habe sich aber auch wegen personeller Verstärkung erfreulich entwickelt, und die Kundenbasis bei Versicherungen, Pensionskassen und Versorgungswerken sei erweitert worden. Auf eine sehr gute Resonanz sei zudem das Corporate-Bonds-Research gestoßen, da die Kunden im Niedrigzinsumfeld weiterhin verstärkt nach Anlagealternativen suchen würden.

Im Devisengeschäft sei 2015 ein ausgesprochen gutes Ergebnis erzielt worden. Trotz des schwierigen Umfelds habe der Umsatz deutlich zugelegt. Metzler würde, so Müller, von stabilen Kundenbeziehungen profitieren, die ebenfalls weiter ausgebaut worden wären. Im Rahmen ihrer internationalen Geschäfte seien institutionelle Kunden und Unternehmen höheren Fremdwährungsrisiken ausgesetzt, die zielgerichtet und diszipliniert gesteuert werden müssten.

Sehr positiv habe sich vor diesem Hintergrund insbesondere das FX-Risk-Management entwickelt. In diesem Bereich biete Metzler für das Management von Fremdwährungspositionen eine innovative Paketlösung aus Risikoanalyse und individueller Sicherungsstrategie: Mit dem sogenannten Currency-Overlay könnten Währungsrisiken minimiert und konsequent gesteuert werden. In der Steuerung von Fremdwährungsrisiken sähe Metzler auch künftig sehr gute Wachstumschancen, insbesondere vor dem Hintergrund der niedrigen Zinsen und der damit einhergehenden Internationalisierung der Anlagen.

Der deutsche Markt für Mergers & Acquisitions (M&A) sei im Jahr 2015 in puncto Anzahl der Transaktionen der internationalen Entwicklung hinterhergehinkt. In diesem Umfeld habe Metzler Corporate Finance mit umfassendem Einblick in die Industrielandschaft überproportional partizipiert am weiterhin spürbar anziehenden Engagement von Investoren aus Asien in Deutschland sowie profitiert von der traditionell engen Verbindung zum deutschen Mittelstand.

So habe Metzler die Schott AG, einen international führenden Technologiekonzern im Bereich Spezialglas und Glaskeramik, beraten beim Verkauf ihres Mehrheitsanteils an der börsennotierten japanischen Tochtergesellschaft, Schott Moritex Corporation, an den führenden chinesischen Investor CITIC Capital Partners im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots. Zudem sei die Daido Life Insurance Company, eine der größten Versicherungsgesellschaften in Japan, dabei unterstützt worden, ihre bereits bestehende Minderheitsbeteiligung an der börsennotierten Nürnberger Beteiligungs-Aktiengesellschaft nochmals aufzustocken und damit die umfassende strategische Kooperation beider Unternehmen weiter zu stärken. Bei einem weiteren Cross-Border-Deal zwischen Japan und Deutschland habe Metzler den Käufer beraten und als zentrale Einreichungsstelle fungiert: beim Erwerb von 50,1 % der Anteile an der ifa systems durch die japanische Topcon Corporation über ihre europäische Tochtergesellschaft Topcon Europe B. V. im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Im Geschäftsfeld Private Banking biete Metzler seine Dienstleistungen deutschlandweit an den Standorten Frankfurt am Main, München, Stuttgart, Köln/Düsseldorf und Hamburg an. Auch hier berichtete Müller über eine positive Entwicklung des betreuten Volumens. Kerntätigkeiten seien die Vermögensverwaltung sowie die Strukturierung und das Controlling für große Vermögen von Unternehmern oder Unternehmerfamilien, Stiftungen und Privatpersonen.