Ifo: Brexit bleibt vor allem europäisches Problem
München (8.8.16) – Unter einem Brexit dürften vor allem
Großbritannien selbst, aber auch die anderen Länder der Europäischen Union –
insbesondere Irland – wirtschaftlich leiden. Für Nordamerika, den Nahen Osten
und die GUS-Staaten werden kaum Auswirkungen erwartet. Dies ist das
Ergebnis einer Sonderfrage im Ifo World Economic Survey (WES), die von 762
Experten aus 112 Ländern im Zeitraum vom 1. bis 27. Juli 2016 beantwortet
wurde.
Nach Ansicht der Experten dürften die kurzfristigen negativen Auswirkungen
eines Brexit für die EU15 am größten sein. Mittelfristig (in drei bis fünf Jahren)
werden für alle EU-Mitgliedstaaten bremsende Wirkungen für die Wirtschaft
erwartet. Für die Commonwealth-Länder (ohne Großbritannien) wird sowohl
kurz- als auch mittelfristig mit leicht negativen wirtschaftlichen Auswirkungen
gerechnet.
Für die meisten Industrie- und Schwellenländer bestehen kaum Unterschiede in
den leicht negativen kurz- bis mittelfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen in
Folge eines Brexit. Dagegen sorgen sich die am wenigsten entwickelten Länder
auf mittlere Sicht: Ihre Stimmung ist negativer hinsichtlich der Auswirkungen in
den nächsten drei bis fünf Jahren als in diesem Jahr.

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