GfK-Studie zur regionalen Sortimentskaufkraft 2016
Bruchsal (20.9.16) – Die Kaufkraftpotenziale der Sortimente unterscheiden sich je nach Region erheblich, wie die neue GfK-Studie zur Sortimentskaufkraft zeigt. So liegt etwa die Kaufkraft für Baby- und Kinderartikel im rechnerischen pro-Kopf-Schnitt bei rund 12 Euro im Stadtkreis Flensburg, im Stadtkreis München hingegen bei 21 Euro pro Einwohner und Jahr.
Im bundesweiten Durchschnitt haben die Deutschen im Jahr 2016 für Baby- und Kinderartikel rund 15,25 Euro pro Kopf zur Verfügung. Diese Sortimentsgruppe hat mit 0,3 Prozent den kleinsten Anteil an der Einzelhandelskaufkraft von 5.729 Euro pro Kopf für die Bereiche Food- und Nonfood.
Die pro-Kopf-Kaufkraft misst das durchschnittliche, verfügbare Ausgabe-potenzial am Wohnort der Konsumenten und bezieht sich auf alle Einwohner einer Region. Dementsprechend gering fällt dieser rechnerische Durchschnittsbetrag bei Baby- und Kinderartikeln aus. Familien mit Kleinkindern haben natürlich ein Vielfaches an Ausgaben. Eine Ausweisung pro-Kopf erlaubt jedoch den direkten Vergleich zwischen den Kaufkraftpotenzialen je Sortiment und je Region. Für Sportbedarf und Camping haben die Deutschen demnach fast das Achtfache an pro-Kopf-Kaufkraft.
Deutliches Süd-Nord-Gefälle
Betrachtet man das Potenzial für Baby- und Kinderartikel differenziert nach Region, zeigen sich erhebliche Unterschiede: Ein weit unterdurchschnittliches Potenzial von 11 und 12 Euro pro Kopf weisen etwa ost- und norddeutsche Stadtkreise wie Eisenach, Flensburg und Neumünster auf. Der Stadtkreis Weimar ist mit 10,72 Euro pro Kopf das deutsche Schlusslicht.
Hingegen haben süddeutsche Stadtkreise wie Erlangen, Stuttgart, Ingolstadt und München eine weit überdurchschnittliche pro-Kopf-Kaufkraft für Baby- und Kinderartikel, die zwischen 19 und 21 Euro liegt. Deutscher Spitzenreiter ist der Landkreis Starnberg mit 25,74 Euro pro Kopf.
Regionale Gesamtpotenziale
Für Hersteller und Händler von Baby- und Kinderartikeln ist allerdings nicht nur das pro-Kopf-Potenzial wichtig, sondern auch das regionale Gesamtpotenzial. Hier liegen naturgemäß die einwohnerstärksten Kreise vorn.
Das regionale Potenzial hängt zwar mit der Bevölkerungsstruktur und der allgemeinen Kaufkraft zusammen, aber nicht direkt: Der Landkreis Cloppenburg ist beispielsweise der Landkreis mit dem höchsten Anteil von Familien mit Kindern. Die Kaufkraft für Baby- und Kinderartikel liegt dort aber mit rund 14 Euro pro Kopf rund sieben Prozent unter dem Bundesdurchschnitt, die allgemeine Kaufkraft sogar 13 Prozent.
Die Kaufkraft für Baby- und Kinderartikel der rund 162.350 Cloppenburger zeigt mit rund 2,3 Mio. Euro allerdings dennoch Potenzial für einige Schnuller, Strampler und Co.

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