IKB: Ist mit weiteren Renditeanstiegen in
Deutschland und USA zu rechnen?
Düsseldorf (5.7.17) – Niveau und Volatilität der US-Renditen signalisieren, dass die Zinspolitik der Fed weiterhin nicht als nachhaltig angesehen wird. Die Markteinschätzung wird deshalb vor allem von kurzfristigen Daten bestimmt. Dies mag aktuell den Handlungsspielraum der US-Notenbank erhöhen, da die US-Zinskurve relativ flach verläuft, und der negative Einfluss steigender Leitzinsen auf die Wirtschaft dadurch gedämpft wird. Die US-Konjunktur sollte sich allerdings unter anderem in Folge der erwarteten Steuerreform aufhellen und eine weitere Korrektur am langen Ende der US-Zinskurve stützen.
Anders als in den USA muss die aktuelle Marktmeinung zu Europa noch durch eine sich weiter festigende Konjunktur bestätigt werden – vor allem, weil die deutschen Renditen infolge Draghis jüngster Äußerungen bereits eine Korrektur zeigen. Eine kurzfristige Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro ist deshalb nicht unwahrscheinlich.

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