Tagesgeldvergleich: Zinsbroker wie WeltSparen und Zinspilot sind erst seit wenigen Jahren am Markt, aber mit großem Einfluss

Leipzig (6.9.17) – Wie wichtig sind Zinsbroker wie WeltSparen oder Zinspilot für deutsche Sparer? Um diese Frage zu beantworten, hat die Redaktion des Fachportals Tagesgeldvergleich alle Angebote des unter https://www.tagesgeldvergleich.net/rechner/festgeldrechner.html zu findenden Festgeldrechners genommen und mittels neu eingebautem Filter in Angebote von Zinsbrokern und Angebote, die direkt bei Banken angeschlossen werden können, unterteilt.

Im zweiten Schritt wurden für 25.000 Euro Anlagesumme und Laufzeiten von 6 bis 120 Monaten die mittleren und höchsten Zinssätze des gesamten Testfeldes ermittelt. Danach wurden dieselben Daten für die Angebote aller Zinsbroker und aller direkt bei Banken abschließbaren Angebote gesondert erhoben.

Bis zu 148 Prozent höherer Durchschnittszins

Die Ergebnisse der Studie, die dieser Pressemitteilung als Excel-Datei beiliegen, zeigen, dass bei Zinsbrokern bis zu 148 Prozent höhere Durchschnittszinsen möglich sind. Der größte Zinsvorsprung liegt bei 12 Monaten Laufzeit vor und fällt ab 24 Monaten Laufzeit wieder ab.

„Durchschnittszinsen von 0,87 Prozent beim 12-Monats Festgeld der 42 aktuell von Zinsbrokern in Deutschland sind deutlich mehr als 0,35 Prozent, die von den 59 übrigen Banken unseres Festgeldvergleichs für diese Laufzeit geboten werden.“, so Daniel Franke, Betreiber des Fachportals Tagesgeldvergleich.net.

„In der aktuellen Niedrigzinsphase können Zinsbroker durch den Zugang zu ausländischen Banken ihre Trümpfe voll ausspielen, während immer mehr inländische Banken dazu übergehen, Sparern Negativzinsen zu berechnen“, so Franke weiter.

Bis zu 43 Prozent höherer Spitzenzins

Auch der Spitzenzins, also der Zinssatz des jeweils besten Angeboten, ist bei den Zinsbrokern deutlich höher als bei den Angeboten, die direkt bei Banken abgeschlossen werden können.

Bis zu 43 Prozent beträgt der Vorsprung hier – bei einer Laufzeit von 24 Monaten. 1,51 Prozent Zinsen p.a. sind bei einem Zinsbroker bei dieser Laufzeit drin, während die direkten Angebote von Banken bei 1,05 Prozent pro Jahr enden.

Wenigstens teilweiser Kaufkrafterhalt

„Bedenkt man, dass die Inflationsrate in Deutschland im August bei 1,8 Prozent lag, so lässt sich nur mit den besten Angeboten der Zinsbroker oder Banken überhaupt noch eine positive Realrendite erzielen – und auch das nur bei Laufzeiten von 60 Monaten und mehr. Für kürzere Laufzeiten sollte die Devise der Sparer ein möglichst geringer Kaufkraftverlust sein. Bei einer Laufzeit von 24 Monaten ist es schon ein Unterschied, ob man bis zu 1,61 Prozent Zinsen pro Jahr bei einem Zinsbroker oder bis zu 1,15 Prozent pro Jahr bei einer Bank bekommt.“, so Franke weiter.