Legg Mason: Deutsche Anleger sorgen sich um Autoindustrie

 

Frankfurt/Main (21.9.17) – Die Bundestagswahl ist nur für wenige Deutsche ein Anlass, sich über das eigene Vermögen Gedanken zu machen. In der während der zweiten Augusthälfte im Auftrag von Legg Mason durchgeführten Global Investment Pulse Survey1 sagten lediglich 17 Prozent der deutschen Anleger, dass der Ausgang der Bundestagswahl ihnen Sorge bereite. Dabei scheint es keinen direkten Einfluss von politischen Entwicklungen auf ihre Anlageportfolios zu geben. Damit bestätigt sich ein Bild aus dem Anfang des Jahres durchgeführten, großen Legg Mason Global Investment Survey. Damals gaben 33 Prozent der deutschen Anleger an2, dass sie keinen Einfluss der Wahlen auf die Märkte erwarten würden und entsprechend auch keine Pläne hätten, Veränderungen bei ihren Anlagen vorzunehmen.

Vielmehr ist die politische Unsicherheit auf den globalen Märkten für knapp 40 Prozent der deutschen Anleger aktuell die größte Sorge, wenn es um ihre Investments geht. Immerhin 12 Prozent der befragten Anleger fürchten politische Instabilität in Deutschland.

Verquickungen zwischen Autoindustrie und Politik werden missbilligt

Eines dieser beunruhigenden politischen Themen für deutsche Anleger ist die Autoindustrie hierzulande, wie die im August 2017 durchgeführte Pulse Survey nun zeigt. Kritisch bewerten die befragten Anleger vor allem das, was bislang hinter verschlossenen Türen hinsichtlich Abgasregelungen ausgehandelt wurde: Mehr als ein Drittel missbilligen die Verquickungen zwischen Autoindustrie und Politik, über die die Medien berichten. 36 Prozent der Befragten glauben, dass die entsprechenden Vorgänge der deutschen Wirtschaft langfristig schaden werden. Weitere 18 Prozent gaben an, dass die Herausforderungen der deutschen Automobilindustrie das wirtschaftliche Wachstum in Deutschland schwächen werden. Auch das Vertrauen in Auto-Aktien schwindet: 31 Prozent der Anleger sind der Meinung, dass die Kurse deutscher Autobauer entweder kurzfristig unter Druck kommen oder langfristig Schaden nehmen werden.

Und auch der Diesel-Skandal ist für die Mehrheit der von Legg Mason befragten Anleger in Deutschland noch lange nicht vorbei: Rund 80 Prozent gaben zu Protokoll, dass sie sich um die deutsche Autoindustrie Sorgen machen. Der Politik stellen die Befragten dabei ein schlechtes Zeugnis aus. 31 Prozent glauben, dass Berlin die Dimension des Diesel-Skandals noch immer unterschätzt.

„Der Diesel-Skandal hat einen Vertrauensschaden ausgelöst. Das zeigt unsere Umfrage deutlich“, sagt Klaus Dahmann, Niederlassungsleiter und Country Head Germany and Austria bei Legg Mason. „Industrie und Politik sind gleichermaßen aufgerufen, das Thema schnellstens aufzuarbeiten und die Entwicklung alternativer Antriebe effektiv voranzutreiben.“

Über Legg Mason

Legg Mason, Inc. mit Hauptsitz in Baltimore, Maryland, USA, ist eine globale Investmentmanagementgesellschaft mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt 710 Milliarden US-Dollar (Stand: 31.12.2016). Das Unternehmen bietet aktive Vermögensverwaltung in vielen wichtigen Finanzzentren weltweit. Legg Mason ist eine börsennotierte Gesellschaft, deren Aktien an der New York Stock Exchange zugelassen sind (Symbol: LM).