Fuest: Macrons Pläne für die Eurozone nicht richtig

 

München  (27.9.17)  – Der ifo-Präsident Clemens Fuest sieht Licht und Schatten bei den Europa-Plänen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. „In der  Außen- und Sicherheitspolitik oder auch bei der Handelspolitik wäre eine handlungsfähigere EU durchaus hilfreich“, sagte Fuest. „Aber Macrons Pläne für die Eurozone halte ich nicht für richtig. Weder ein Euro-Budget noch die Schaffung des Amtes eines europäischen Finanzministers werden die Probleme der Eurozone lösen. Wichtiger wäre es, für mehr Stabilität des Finanzsektors zu sorgen und Haftung und Kontrolle in der Wirtschafts- und Finanzpolitik wieder besser in Übereinstimmung zu bringen. Letztlich ist die Rede von Macron eine Einladung an Deutschland zu einem Brainstorming über die Zukunft Europas. Deutschland sollte diese Einladung nicht zurückweisen.“

 

ifo Beschäftigungsbarometer erklimmt neues Rekordhoch

Das ifo Beschäftigungsbarometer ist von 111,2 Punkte im August auf 112,3 Punkte im September gestiegen. Das ist ein neues Allzeit-Hoch. Die Einstellungsbereitschaft der deutschen Firmen war noch nie so groß seit Beginn der Erhebung im Jahre 2002. Die Beschäftigungszahlen in Deutschland werden demnach in den kommenden Monaten weiter steigen.

In der Industrie wollen insbesondere die Unternehmen in Elektrotechnik und Maschinenbau ihren Mitarbeiterstamm ausweiten. Im Fahrzeugbau ist hingegen die Einstellungsbereitschaft nach den Ergebnissen der letzten Monate von Zurückhaltung geprägt. Auch die Bauunternehmen planen weitere Neueinstellungen, wenn auch etwas weniger als zuletzt. Im Handel bleibt die Beschäftigungsdynamik verhalten expansiv ausgerichtet. Nach kurzer Zurückhaltung im Vormonat hat die Einstellungsbereitschaft bei den Dienstleistern wieder merklich zugenommen.