IFO: Robustes Wachstum im Euro-Gebiet

München, Zürich, Rom (26.3.18) – Im Euro-Gebiet ist mit einem robusten Wirtschaftswachstum von jeweils 0,6 Prozent im ersten und zweiten Quartal des Jahres zu rechnen. Das erwarten die drei Institute ifo aus München,  KOF aus Zürich und Istat aus Rom. Erst im dritten Quartal dürfte sich das Wachstum leicht abschwächen auf 0,5 Prozent gegen das Vorquartal. Der Haupttreiber sind die Investitionen, die von niedrigen Zinsen und einer steigenden Kapazitätsauslastung profitieren. Die Investitionen  werden in diesen Zeiträumen um 1,0 Prozent, 0,9 Prozent und 0,7 Prozent steigen. Der Konsum der privaten Haushalte legt ebenfalls zu, erst um 0,5 Prozent und schließlich im dritten Quartal um 0,4 Prozent. Die Inflation steigt im Jahresvergleich von 1,3 Prozent im ersten Quartal auf 1,6 im zweiten und schließlich auf 1,7 Prozent im dritten Quartal.

Zu den Risiken der Vorhersage zählen bei den Investitionen steigende Zinsen und beim Export die Aufwertung des Euros sowie die Spannungen im internationalen Handel nach den Zollbeschlüssen von US-Präsident Donald Trump. Ebenfalls negativ auswirken könnten sich der der Brexit, das Ergebnis der Wahl in Italien und die Spannungen im Nahen Osten. – Die Prognose nimmt an, dass der Euro 1,23 US-Dollar kostet und ein Fass Nordsee-Öl 66 Dollar.

Aber Exporterwartungen gesunken

 

München (26.3.18) – Der Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich eingetrübt. Die ifo Exporterwartungen der Industrie sind im März auf 12,8 Saldenpunkte gesunken, von 14,8 Saldenpunkten im Februar. Dies ist der niedrigste Wert seit Januar 2017. Die Protektionismus-Debatte hinterlässt Spuren bei den deutschen Exporteuren.

In der Metall- und metallverarbeitenden Industrie gaben die Exporterwartungen infolge der Zolldiskussion nach. Jedoch werden insgesamt noch Zuwächse beim Auslandsgeschäft erwartet. Einen deutlichen Dämpfer gab es für die Unternehmen der Elektrobranche. Nach zuletzt sehr guter Stimmung sank der Indikator deutlich auf den niedrigsten Wert seit Mai 2017. Optimistischere Exporterwartungen äußerten hingegen die Firmen aus der Textil- und Bekleidungsbranche