AmCham Germany: EU und USA müssen eine tragfähige und dauerhafte Lösung bei den Zöllen erarbeiten
Frankfurt/Main (4.5.18) – AmCham Germany bedauert, dass noch keine dauerhafte Ausnahme für die Europäische Union bei den US-Zöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte erzielt worden ist. Protektionismus und Abschottung sind Gift für die Wirtschaft, bremsen das Wachstum und verhindern Investitionen. Laut einer Blitzumfrage anlässlich der jüngsten Jahreshauptversammlung der AmCham Germany in Stuttgart sagten knapp 70 Prozent der befragten Unternehmensvertreter, dass die Verunsicherung angesichts der amerikanischen Handels- und Wirtschaftspolitik aktuell größer ist als noch vor einem Jahr (n=43).
Gleichzeitig zeigten sich 93 Prozent der Befragten zuversichtlich, dass im aktuellen Handelsstreit noch eine Lösung erzielt werden kann (n=46). Dazu erklärt der Präsident der AmCham Germany, Frank Sportolari: „AmCham Germany appelliert an die Beteiligten, weiter konstruktiv an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten. Es gilt, ein dauerhaftes und für beide Seiten zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Dazu gehört auch, dass der Handel zwischen den USA und der EU auf eine neue solide Basis gestellt werden muss – beispielsweise durch ein transatlantisches Handelsabkommen. Auf diesem Weg können auch in den vergangenen Jahren entstandene Ungleichgewichte zwischen den USA und der EU aus dem Weg geräumt werden.“
Frank Sportolari betont, dass ein fairer und freier Handel sowie offene Märkte neben der gemeinsamen Wertegemeinschaft die Grundlage der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und den USA seien: „Die USA sind der wichtigste Handelspartner der EU. Trotz der politischen Dissonanzen sagten 94 Prozent der Teilnehmer in der Blitzumfrage, dass die USA nach wie vor ein attraktiver Wirtschafts- und Investitionsstandort sind (n=33). Protektionistische Maßnahmen sind daher der falsche Schritt.“

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